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E-Wallets Zahlungssystem und Mobile Zahlungen

E-Wallet - Definition

Eine digitale Geldbörse oder E-Wallet ist ein Zahlungssystem, das die Zahlungsinformationen und Passwörter der Nutzer sicher speichert und Zahlungen abwickelt. Die Verwendung eines digitalen Wallets erleichtert und beschleunigt den Bezahlvorgang. Die am häufigsten hinterlegten Zahlungsmethoden sind Kreditkarten, Lastschrift und Überweisung. Eine digitale Brieftasche kann auch verwendet werden, um beispielsweise Kundenkarteninformationen und digitale Gutscheine zu speichern.

Vorteile von E-Wallets für Händler

Vorteile von E-Wallets

Der Checkout-Prozess ist der größte Vorteil der Zahlung per E-Wallet. Dieser bietet eine hohe Conversion-Rate, da es für die Kunden sehr angenehm und unkompliziert ist.

Die Zahlung an den Händler wird sofort bearbeitet. Die Bestellung kann dadurch schnell bearbeitet und sofort versandt werden.

Darüber hinaus sind E-Wallets optimal für Abonnement- und Ratenzahlungen, da diese schnell und einfach bearbeitet werden können.

Vorteile von E-Wallets für Kunden

Ein Vorteil für den Kunden besteht darin, dass dem Händler keine finanziellen Daten übermittelt werden. Bank- und Kreditkartendaten werden einmal eingegeben und im E-Wallet-Konto gespeichert. Wenn der Kunde später bei einem Online-Checkout zahlt, umfasst die erforderliche Überprüfung nur seine E-Mail-Adresse und sein Passwort für sein E-Wallet-Konto.

E-Wallet Anbieter für Ihre Region

Es gibt verschiedene Anbieter für E-Wallets und oft sind Anbieter nur in bestimmten Ländern oder Regionen verfügbar. Je nachdem, in welchen Ländern der Online-Shop aktiv ist, sollten die E-Wallets angeboten werden, die in der Zielregion beliebt sind bzw. genutzt werden. Zum Beispiel ist der Anbieter Qiwi nur in Russland verfügbar, und die E-Wallets Alipay und We Chat Pay elementar als Zahlungsmethode in China.

 

Nachteile von E-Wallets

Nachteile E-Wallet

Die Bezahlung per E-Wallet hat viele Vorteile, aber es gibt auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. Erstens muss der Online-Händler ein Konto bei dem E-Wallet-Anbieter eröffnen, den er seinen Kunden als Zahlungsmethode anbieten möchte. Das bedeutet, dass sich der Online-Händler die Zeit nehmen muss, ein Konto zu erstellen und zu pflegen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Nutzung eines E-Wallet-Anbieters im Vergleich zu anderen Bezahlverfahren teuer sein kann. Hier spielt der Business Case eine Rolle und die Frage „Wieviel mehr Umsatz kann der Händler durch das Angebot des E-Wallets generieren?“

E-Wallets Apps und NFC Technologie

Mobile E-Wallets ermöglichen das Bezahlen auch an mobilen Zahlungsterminals mittels aktivierter Nahfeldkommunikations-Technologie (NFC). Während Smartphones die am häufigsten verwendeten Geräte für das mobile kontaktlose Bezahlen sind, gehören zu den kompatiblen Geräten auch Tablets und Wearables wie Smartwatches. Die beiden wichtigsten digitalen Wallet-Plattformen sind Google Pay und Apple Pay. Andere Plattformen umfassen Fitbit Pay und Samsung Pay.

E-Wallet Google Pay (früher Android Pay)

Seit Januar 2018 sind Android Pay und Google Wallet in einem einzigen Zahlungssystem, Google Pay, vereint. Mit der neuen API können Händler den Zahlungsdienst in ihren Websites, Apps, bei Stripe, Braintree und Google Assistant hinzufügen.

Kompatible Android-Geräte, mit Android KitKat 4.4 oder neuer, können über POS-Terminals mittels einer NFC-Antenne und hostbasierter Kartenemulation (HCE) kommunizieren. Kunden  geben die Informationen zu einer Zahlungsart in der Google Pay App ein oder machen einfach ein Foto von der Karte.

Beim Bezahlen wird eine virtuelle Kontonummer oder ein Token zusammen mit einem einmaligen Sicherheitscode generiert, anstatt die Zahlungsinformationen des Kunden zu teilen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet bei dieser kontaktlosen Zahlungsmethode eine zusätzliche Sicherheitsebene. Physische Authentifizierungen wie die Fingerabdruck-ID können zum Aktivieren von Google Pay verwendet werden.

Der Service ist derzeit in 21 Ländern (Stand 27/09/18) weltweit verfügbar. Es wurde erstmals 2015 in den USA eingeführt. Google will seinen Dienst 2018 außerdem in Frankreich und Südkorea anbieten.

Derzeit können Kunden Karten von allen großen Kreditkartenunternehmen (Visa, MasterCard, Amex, Discover, Diners Club, JCB, Maestro) ihrem Konto hinzufügen. Durch weitere Partnerschaften können Nutzer ihre Zahlungsinformationen zu PayPal (in den USA), EFTPOS (in Australien), Interac (in Kanada), nanaco und Edy (in Japan) in ihre Google Pay Wallet aufnehmen.

Mit Apple Pay bezahlen

Apples Mobile Payment und Digital Wallet Service wurde im September 2014 eingeführt. Es ist kompatibel mit dem iPhone (6 oder neuer), iPad (Air 2 oder Pro) und der Apple Watch. Alternativ können iPhone, 5, 5C und 5S Apple Pay über eine Apple Watch verwenden, obwohl sie nicht mit der Touch ID-Sicherheit kompatibel ist.

Beim Bezahlen werden eine gerätespezifische Nummer oder ein Token und ein eindeutiger Transaktionscode anstelle der tatsächlichen Karteninformation verwendet. Die Authentifizierung kann über PIN oder mit Touch ID oder Face ID erfolgen, abhängig von den Biometrielesern auf dem verwendeten Gerät. Apple-Nutzer können auch Online-Käufe in iOS-Apps und Safari mit Apple Pay bezahlen, egal ob sie auf ihrem iPhone, iPad oder Mac surfen.

Die Sicherheit wird durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung und einen dedizierten Chip, das Secure Element, der verschlüsselte Zahlungsinformationen speichert, verstärkt.

Während Händler sich entscheiden können, ein spezifisches Apple Pay-Terminal zu kaufen, kann der Dienst mit existierenden kontaktlosen Terminals arbeiten.

Apple Pay-Dienste sind derzeit in 30 Ländern verfügbar (Stand: 27.09.18). Der Service wurde erstmals am 20. Oktober 2014 in den USA bereitgestellt.

Apple Pay funktioniert mit den meisten Kredit- und Debitkarten (Amex, Visa, MasterCard, UnionPay usw.). Karten, die zuvor mit iTunes gespeichert wurden, werden automatisch zu den Wallets des Benutzers hinzugefügt. Neue Karten können entweder durch manuelle Eingabe der Informationen in die App oder durch ein Foto der Karten hinzugefügt werden.

Paypal als E-Wallet Vorreiter. Sind E-Wallets die Zukunft der Online-Bezahlung?

Wie sich die Nutzung von E-Wallets in Zukunft entwickeln wird, ist noch nicht vorauszusehen. Gewinnen andere E-Wallets an Popularität und überholen Paypal? Derzeit dominiert Paypal den E-Wallet-Markt. Doch viele E-Wallets-Marken gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie werden für unterschiedliche Zahlungsvorgänge genutzt, von Online-Abonnements über den Kauf von Zeitungen bis hin zu eBay-Bestellungen, insbesondere bei kleinen Beträgen.

Momentan werden E-Wallets bei kleinen Transaktionssummen verstärkt genutzt, da das Bezahlen mit Kreditkarte bei einer kleinen Zahlung oft nicht wirtschaftlich ist. E-Wallets sind sicher und sind weniger betrugsanfällig im Vergleich zu Kreditkarten. Da das Wallet bereits mit Geld beladen ist, ist es beim Kauf von Produkten nicht mehr notwendig, Bank- oder Karteninformationen anzugeben. Der Betrag, der dem Benutzer gestohlen werden kann, ist auf den Geldbetrag beschränkt, der in seinem E-Wallet zum Zeitpunkt der Kompromittierung des Kontos vorhanden ist.

Skrill, Neteller und Payza – Weitere E-Wallet Anbieter

Möchten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit bieten, in Ihrem Online-Shop per E-Wallet zu bezahlen? Bei der Auswahl eines Zahlungsdienstleisters sind einige Punkte zu beachten. Am wichtigsten die Verbreitung des E-Wallets im Zielmarkt. In bestimmten Branchen gibt es ebenfalls Schwerpunkte auf spezifischen E-Wallets. So sind beispielsweise Skrill, Neteller und Payza in der Spiele- und Wettbranche beliebt.

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2016-09-05