PaylobbyGuidesOnline Payment › Entscheidende Kosten im Payment

Die wichtigsten Kosten für Payment Service Provider

Die Kosten für die Zahlungsabwicklung sind eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Zahlungsverfahren und der Entscheidung für einen Payment Service Provider. Einen einfachen Kostenvergleich gibt es dabei leider nicht. Es müssen eine Vielzahl von direkten und indirekten Kosten berücksichtigt werden. Wir möchten Ihnen auf dem Weg durch den Kostendschungel behilflich sein und Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Kosten geben.

Welche Set-up- oder Einrichtungsgebühren werden vom PSP erhoben?

Die Set-up- oder Einrichtungsgebühren werden vom Payment Service Provider einmalig erhoben, wenn ein Online-Shop oder eine Website Kunde wird. Diese Gebühren decken die Kosten für die Integration der gewünschten Bezahlmethoden. Sie variieren zwischen 49€ und mehreren Hundert Euro. Einige Payment Provider verzichten auch auf Einrichtungsgebühren. Zusätzlich können Kosten für die Anpassung der Schnittstellen zu anderen Systemen entstehen.

Monatliche Gebühren für den Händler

Für die monatliche Bereitstellung des Payment Gateways müssen Händler bei einigen Payment Service Providern eine verbrauchsunabhängige monatliche oder jährliche Grundgebühr zahlen. Das heißt, diese Gebühr fällt auch an, wenn keine Transaktionen gebucht wurden. Damit sichern sich die Payment Service Provider ab. Manche Anbieter haben auch Pauschalpakete, die mit der Bezahlung einer Grundgebühr eine gewisse Anzahl von Transaktionen beinhalten. Dies ist insbesondere für Händler mit noch geringen Transaktionen interessant, da eine solche Grundgebühr die betriebswirtschaftliche Planung erleichtert.

Transaktionskosten oder Disagio

Für die Durchführung einer Buchung erhebt der Payment Service Provider Transaktionsgebühren. Diese fallen für die Zahlungsverrechnung zwischen der Bank des Kunden und der Bank des Händlers an. Meist sind im Prozess der Zahlungsverrechnung weitere Unternehmen wie beispielsweise Acquirer involviert, die vom PSP über die Transaktionsgebühren bezahlt werden.

Die Transaktionsgebühren werden in Prozent ausgewiesen. Je höher das Transaktionsvolumen ist, desto niedriger sind die durchschnittlichen Kosten. Außerdem variieren die Gebühren je nach Bezahlungsart. Aber auch das Land, die Branche, und der Durchschnittspreis der gehandelten Waren können eine Rolle spielen. Der Payment Service Provider behält den Betrag bereits bei der Abwicklung der Transaktion ein.

Das folgende Schaubild gibt einen ersten Überblick über prozentuale Transaktionsgebühren. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Preismodelle der Anbieter stark variieren können und ebenso abhängig sind von der Anzahl der Transaktionen. Mit zunehmendem Transaktionsvolumen sinken auch die Kosten pro einzelner Transaktion.

 Entscheidende Kosten

Schaubild: Prozentuale durchschnittliche Transaktionsgebühren in Prozent der durchschnittlichen Warenkorbhöhe (Quelle: ibi research)

Cross-Border-Gebühren

Ist Ihr Online-Shop oder Ihre Website international aktiv, gibt es weitere Kostenpunkte, die zu beachten sind. Werden Überweisungen aus dem Ausland außerhalb der SEPA-Zone getätigt, erheben Banken üblicherweise eine höhere Gebühr als für Inlandsüberweisungen. Bei Transaktionen über verschiedene Währungen kann es für den Händler sinnvoll sein, ein eigenes Währungskonto zu führen. Erfolgt die Währungstransformation über einen Händler, ist zu klären, zu welchem Zeitpunkt der Kurs umgetauscht wird, welche Referenzrate zu Grunde liegt und welchen Aufschlag der PSP nimmt. Der PSP kann Ihnen zu den einzelnen Ländern und Bezahlarten die Details auflisten.

Indirekte Payment-Kosten

Die direkten Kosten bestimmen häufig die Entscheidungen für das Angebot von Bezahlarten oder für die Zusammenarbeit mit einem Payment Service Provider. Die indirekten Kosten werden teilweise vernachlässigt. Diese nehmen je nach Kundengruppe, Produkt oder angebotenen Bezahlarten einen wichtigen Anteil bei den gesamten Payment Kosten ein. Von indirekte Kosten spricht man beispielsweise bei Zahlungsstörungen, Zahlungsausfällen oder Retourenkosten. Eine Payment-Studie von ibi Research zeigt, dass unter Berücksichtigung aller direkten und indirekten Kosten der Kauf auf Rechnung mit Kosten in Höhe von 8,31% vom Kaufpreis den Händler am teuersten zu stehen kommt. Damit ist die in Deutschland am meisten genutzte Bezahlmethode im E-Commerce gleichzeitig die teuerste.

Chargeback- Gebühren

Das sogenannte Chargeback-Verfahren ist ein Verfahren, bei dem irrtümliche oder falsche Belastungen zurückgebucht werden. Löst ein Kunde beispielsweise bei einer Kreditkartenzahlung einen sogenannten Chargeback aus, erhält er die Zahlung von seiner kreditkartenausgebenden Bank (Issuer Bank) zurück.

Die Chargeback-Möglichkeit dient dem Schutz vor Missbrauchs- und Betrugsfällen. Sie kann vom Kunden auch genutzt werden, wenn die Waren beschädigt oder nicht vollständig geliefert wurden. Durch die Rückbuchung entsteht ein Bearbeitungsaufwand und damit Kosten für die Banken und die PSPs. Diese erheben hierfür meist eine Gebühr, die zwischen 10 und 20 Euro pro Chargeback liegt.

Zahlungsausfall

Ein durchschnittlicher Zahlungsausfall, bei dem die Forderung aus einer Rechnung an den Kunden abgeschrieben werden muss, verursacht laut ibi research Kosten von 65 Euro. Trotz dieser hohen Kosten werden Risikoprüfungen nur von der Hälfte der Händler eingesetzt. Diese Kosten lassen sich durch die Zusammenarbeit mit Payment Service Providern besser kontrollieren. Diese bieten Zahlungsgarantien und übernehmen das Forderungsmanagement. Für den Händler ergibt sich eine bessere Zeit- und Kostenkontrolle.

Tipps für E-Commerce-Händler

Empfehlungen für kleine und große Händler: Welcher Payment Service Provider ist der richtige?

Zusammen mit der Grundgebühr, den Transaktionskosten und dem Disagio sowie der einmaligen Einrichtungsgebühr können auf den Shopbetreiber erhebliche Kosten für die Implementierung von Zahlungsarten in seinen Webshop zukommen. So verringert die notwendige Einbindung von verschiedenen Bezahlmöglichkeiten die Marge eines Online-Händlers mitunter erheblich, sodass er dies bei der Kalkulation seiner Preise berücksichtigen muss.

Händler mit einem kleineren Umsatzvolumen stellen sich meist am besten auf, wenn sie über einen Payment Service Provider Zugang zu den ausgewählten Zahlungsarten haben. Der Aufwand und die indirekten Kosten werden so unter Kontrolle gehalten. Bei den direkten Kosten kann der Händler üblicherweise zwischen verschiedenen Modellen wählen. Modelle mit einer höheren Grundgebühr, die eine gewisse Anzahl von Frei-Transaktionen beinhaltet, werden meist zu Anfang genutzt.

Größere Player im E-Commerce verhandeln ihre einzelnen Kostenblöcke individuell mit dem Payment Service Provider. Manche nutzen auch die Möglichkeit und schließen eigene Acquiring Verträge ab. Gerade bei Cross-Border-Geschäften ist die Auswahl des passenden Payment Service Providers wichtig. Dieser bietet die länderspezifisch passenden Bezahlmöglichkeiten an und kann damit Conversion- und Kostenpotentiale besser nutzen. Nutzen Sie einen Kostenvergleich der Payment Service Provider.

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