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Wettlauf der Wearables um die Payment-Industry

Seit einigen Monaten versuchen Wearables ihre Konkurrenz zu überholen indem sie ihren Kunden Zahlen mit ihren Smartwatches anbieten. Mobiler Handel ist ein stark wachsender Markt, der bis 2018 100 Milliarden US Dollar erreichen könnte. Bis zu 2% würde durch Wearables umgesetzt. Dies liegt daran, dass Kunden sie hauptsächlich für kleinere Transaktionen (z.B. U-Bahn Tickets) nutzen.

Apple Watch Serie 2

Seit der Einführung des ersten Modells im April 2015, hat Apple die Apple Pay Feature in den Smartwatches integriert. Das neuste Modell, die Apple Watch Series 2, wurde im September 2016 auf den Markt gebracht und kostet aktuell zwischen 269 und 699 US Dollar. Geschätzterweise wurden 9 bis 10 Millionen Apple Watches weltweit verkauft. Über die Einführung eines neuen Modells mit einem LTE mobilen Breitband, wird bereits gemunkelt.

Fibit Ionic

Aktuell nur online per Vorbestellung für einen Preis von 299,95 US Dollar angeboten, wird Fitbit Ionic ab Oktober 2017 im Handel erhältlich sein. Die Firma hat Apple bereits im zweiten Quartal entthront. Die Fitbit Ionic Batterielebensdauer von 4 Tagen (bzw. 10 Stunden mit aktivem GPS), überdauert die der Apple Watch und anderen Wettbewerbern bei weitem. Mit dem Fokus auf Aktivität, hat Fitbit zudem 2,5 Gigabytes Speicher in ihren Smartwatchs integriert. So können Kunden beim Workout ihre Musik hören ohne ein weiteres Gerät mitbringen zu müssen. Führend im Bereich Gesundheits- und Fitnessband, wird die Firma außerdem einen SpO2 Sensor einführen, der Blut- und Sauerstoffwerte misst.

Eingebettet in die Uhr ist ein Nahfeldkommunikations (NFC) Chip. Die Ionic Watch bietet als erstes Modell in Kooperation mit Visa die Fitbit-Pay-Feature. Statt traditioneller Zahlungsinformation wird der Visa Token Service eine digitale Kennung nutzen um Zahlungen zu autorisieren. Kunden werden mit Amex, MasterCard, Visa KreditKarte sowie Debitkarten von 10 Banken weltweit zahlen können. In den nächsten Monaten, werden schrittweise Zahlungen von weiteren Anbietern in weiteren Ländern akzeptiert. Eine Partnerschaft zwischen Fitbit und Starbucks wurde außerdem bekannt gegeben, die in Nordamerika kontaktlose Zahlung mit der Ionic Watch ermöglicht.

Garmin Vívoactive 3

Die neuste Smartwatch die kontaktloses Zahlen zulässt wurde Ende letzten Monats von Garmin angekündigt. Garmin Vívoactive 3 kann aktuell vorbestellt werden und kostet zwischen 299,99 und 329,99 US Dollar. Das könnte eine riesige Konkurrenz für Apple darstellen, da das dünne runde Design und die Ausbleiben der Verdunklung des Bildschirms eventuell jenen entspricht, die einen traditionellen Geschmack haben. Zudem beträgt die Batterielebensdauer bis zu einer Woche (bzw. 13 Stunden mit aktivem GPS), und übertrumpft damit fast alle Wettbewerber.

Die Uhr autorisiert Zahlungen durch einen eingebetteten NFC-Chip. Aktuell wird Garmin Pay durch FitPay zur Verfügung gestellt, einer Tochtergesellschaft der Smart-Wallet-Firma NXT-ID. Die Uhr wird mit Visa, MasterCard und Kreditkarten der Hauptbanken kompatibel sein. Im Gegensatz zu Apple Pay oder Android Pay, plant Garmin keine öffentliche Werbung durch Sticker an Zahlungsterminals. Kunden werden das standard Kontaktlos-Symbol-Logo erkennen. Zahlungskarten-Accounts werden durch die mobile Garmin Connect App verwaltet. Zahlungen werden Passwortgeschützt sein. Allerdings werden die Uhren 24 Stunden im Zahlungsmodus bleiben (außer die Uhr wird abgenommen), das heißt Kunden müssen ihr Passwort nur einmal am Tag eingeben.

Perspektiven für die Zukunft

NFC-Zahlungen werden zunehmend zu standard Features für Smartwatches und Fitnessbändern. Während der Marktanteil von Wearables aktuell limitiert ist, können Partnerschaften und die Positionen, die große Kreditkartenfirmen einnehmen, die Zukunft des kontaktlosen Zahlens mit Wearables erheblich beeinflussen.

Quellen:

PYMNTS.com – Mobile commerce
The Verge - Garmin
USA Today – Tech
Wareable – Payment news