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Welche Einfluss hat das iPhone X auf Zahlungen?

Das neue iPhone X wurde als bahnbrechend präsentiert und verspricht, Apple-Smartphones zu revolutionieren. Welche Auswirkungen wird es auf mobile Zahlungen haben?

ARKit

AR view ist eine Augmented-Reality-Technologie, die bereits von Einzelhändlern wie Amazon verwendet wird. Sie ermöglicht es Kunden, einen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Möbelstück, in ihrer gegenwärtigen Umgebung zu visualisieren.

In seiner Pressemitteilung kündigte Amazon die Einführung der AR-Ansicht für Kunden an, die die Apple-Version der App mit iOS 11 auf dem iPhone 6S oder neueren Modellen verwenden. Das Unternehmen unterstreicht, wie diese neue Technologie den Kunden die Chance bietet, "bessere Einkaufsentscheidungen zu treffen, indem sie es ihnen ermöglicht, die Ästhetik und die Passform von Produkten in ihrem eigenen Lebensraum zu visualisieren."

Face ID

Mit der Einführung der Gesichtserkennung und dem Austausch des Fingerabdrucksensors auf dem iPhone X musste Apple den Umgang mit klassischen Interaktionen, vorallem im Zahlungsbereich, neu überdenken.

Während der Keynote von Apple im September 2017 erklärte Phil Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing des Unternehmens: "Face ID funktioniert auch mit Apple Pay, Sie schauen auf das iPhone X an und halten es in die Nähe des Zahlungsterminals, um zu bezahlen". Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällige Person das Telefon eines anderen mit Face ID entsperren kann, beträgt 1 zu einer Million. Nichtsdestotrotz empfehlen Apple und verschiedene Experten ein Passwort zu verwenden, um persönliche Informationen zu schützen.

Viele Finanz- und Sicherheitsapps von Drittanbietern arbeiten bereits mit Face ID, zum Beispiel Mint, 1Password oder E-Trade.

Mobile Banking wird auch von Face ID beeinflusst werden. Als Touch ID Dritten zur Verfügung gestellt wurde, erlaubten die Anbieter von Mobile Banking-Apps den Kunden schnell sich auf diese Weise zu authentifizieren. Douglas Hartung, Senior Director für globale Software-Innovation bei Diebold Nixdorf, sagte, dass man bei der Gesichtserkennung das Gleiche erwarten sollte. In Großbritannien waren die Bank of Scotland und Nationwide kürzlich die ersten Banken des Landes, die ihre mobilen Apps Face ID-unterstützend aktualisiert haben. In den Niederlanden bot ING zügig eine Face-ID-Authentifizierung für ihr Mobile-Banking-App an.

P-to-P Feature

Virtuelles Kartenkonto

Das neue P-to-P-Feature kann Geld von Apple Pay abziehen und Geld an Apple Pay-Benutzer und Nicht-Benutzer senden. Wenn Sie Geld an jemanden senden, der nicht in Apples Mobile Wallet registriert ist, wird das Geld auf eine virtuelle Apple Pay-Geldkarte (ein Prepaid-Konto von Green Dot) geladen.

iMessage Geldüberweisungen

Apples Person-to-Person-Service (P-to-P) wurde direkt in die Messaging-App mit iOS 11 integriert.

Geld kann direkt über die Nachrichten-App gesendet und dann auf die Apple Pay-Geldkarte des Benutzers geladen werden. P-to-P erscheint auch als ein Autofill-Vorschlag beim Tippen. iMessage könnte zum Beispiel vorschlagen, das Geld über Apple Pay zu senden, wenn ein Freund erwähnt, dass er eine Menge Geld benötigt.

P2P Geldüberweisung ist kein neues Konzept. Apple sieht sich auf diesem Markt einer starken Konkurrenz gegenüber, wie etwa Circle, PayPal, Venmo, Square, Google Wallet und Facebook.

Nutzerstandort

Apple führt eine Änderung der Standortdaten mit iOS 11 ein: Durch die Überwachung des Standortes des Benutzers wird ein hellblauer Balken auf dem Bildschirm angezeigt.

Die allgemeine Idee besteht darin, iPhone-Besitzern zu helfen, zu erkennen, wann ihr Standort verfolgt wird, die Legitimität der App zu verifizieren oder den Batterieverbrauch zu vermeiden.

Das standortbasierte Marketing könnte darunter leiden, da Verbraucher die Apps deaktivieren könnten, die ihren Standort verfolgen. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass Einzelhändler und Banken die Vorteile von Standortdaten sehr deutlich kommunizieren.