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Social Payments – die Zahlungsart der Zukunft?

Der Artikel in Kürze

Bezahlen per Messenger - in den USA und Asien schon ein erfolgreicher Trend. Nun wollen die Anbieter auch den europäischen Markt erobern.

M-Pesa aus Kenia und Alipay aus China sind unter anderem Vorreiter in P2P-Zahlungen. Ganz ohne einen umständlichen Überweisungsweg wird Geld von einer Person zur anderen transferiert, das heißt also “Peer to Peer”. An der Spitze des P2P-Zahlungs-Erfolgs steht aktuell außerdem das asiatische Unternehmen WeChat. Hierbei handelt es sich um einen Kommunikationsdienst, der zu Tencent, einem chinesischen Internet- und Kommunikationskonzern gehört. WeChat und Alipay bieten ihren Kunden die Möglichkeit ihre Zahlungsdienste, z.B. Geld leihen, Finanzprodukte kaufen, Geld an Freunde überweisen und Rechnungen bezahlen, mit einem Chat per Send-Button abzuwickeln. Schon 2015 konnten WeChat bereits 200 Millionen Nutzer und Alipay 450 Millionen Nutzer verbuchen.

Der Markt im Westen

In der westlichen Welt sind diese P2P-Zahlungsvorgänge allerdings noch weniger verbreitet, das liegt vor allem an einer anderen Art der Internetnutzung, anderen Datenschutzbestimmungen sowie einer anderen Wettbewerbssituation. Facebook hat sich nun allerdings aufgemacht den westlichen Markt für sich zu gewinnen. In den USA haben Facebook-Nutzer bereits die Möglichkeit im Chat einen Dollar-Button anzuklicken und einen entsprechenden Betrag durch das Versenden der Nachricht an einen anderen Nutzer zu verschicken.

Zukunftsaussichten in Deutschland

In Deutschland bieten unter anderem Lendstar und Cringle P2P-Zahlungen an. Da sie aber keine etablierten Netzwerke wie Facebook sind, haben sie einen weitaus steinigeren Weg zum Erfolg. Aufgrund der vor Kurzem erworbenen Banklizenzen in unterschiedlichen europäischen Ländern scheint der Eintritt von Facebooks P2P-Zahlungen in Europa allerdings auch nicht mehr fern. Außerdem haben Snapchat mit Snapcash und Apple mit einem Patent für P2P-Zahlungen ebenfalls die ersten Schritte in diese Richtung gewagt. So auch WhatsApp, der Messenger-Dienst launcht P2P-Zahlungen in Indien.

Mögliche Hürden

P2P-Zahlungen bieten den Nutzern die Möglichkeit die Kanäle zu nutzen in denen sie sowieso schon unterwegs sind. Dementsprechend sind die Wege kürzer und die Zahlung unkompliziert. Gerade in Deutschland wird das Thema Sicherheit allerdings groß geschrieben und gerade Messenger-Dienste haben allzu häufig Sicherheitsprobleme. Eine entsprechende Verifizierungsmethode mit Fingerprint oder Pin wäre also sicher nicht nur für den europäischen Markt verkehrt.

Quelle:

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article163838142/Facebook-Snapcash-zahlen-wir-unsere-Rechnungen-bald-im-Chat.html