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Schwedischer Payment-Anbieter Klarna steigt in den stationären Handel ein

Das schwedische Unternehmen hat sich längst im eCommerce als Payment-Dienstleister etabliert. Jedoch deckt Klarna bisher nicht einmal zehn Prozent des Online-Handels in denjenigen Ländern ab, in denen die Firma präsent ist.
Nun soll die Ausweitung des Geschäfts auf den Offline-Sektor Wachstum bringen: Noch diesen Monat will Klarna die Möglichkeit von Zahlungen im stationären Handel anbieten.

Großes Potential - große Konkurrenz

Klarna setzt große Hoffnungen auf den stationären Handel. Co-Gründer und Chief Executive Sebastian Siemiatkowski äußerte, man erwarte, dass das Offline-Angebot möglicherweise über das Online-Angebot hinauswachse. Zunächst führt ein Stockholmer Beauty- und Gesundheits-Store als erster Offline-Kunde den neuen Klarna-Service ein. Doch das Unternehmen möchte seine Dienstleistung schon bald in alle anderen Länder, in denen Klarna bereits im Bereich eCommerce-Payment aktiv ist, ausweiten. Siemiatkowski dazu: „Es ist definitiv nicht auf Schweden limitiert.“
Doch die Schweden müssen sich auf einen hart umkämpften Markt einstellen, denn die Konkurrenz im Bereich Payment ist groß - und trägt auch große Namen. Unter anderem bieten Apple, Samsung und Google hier eigene Lösungen an, die sich vor allem in den USA auch schon erfolgreich etablieren konnten. Darüber hinaus gehören in diesem Bereich alteingesessene Banken zur Konkurrenz.

Zahlung per SMS, NFC oder App

Der Offline-Bezahlservice von Klarna basiert auf der Nachahmung von Online-Transaktionen. Voraussetzung dafür ist, dass der Endkunde dem Händler seine Handynummer zur Verfügung stellt. Binnen weniger Sekunden erhält der Kunde dann eine SMS mit einem Link zum Online-Portal von Klarna. Über dieses Portal wird anschließend die Zahlung abgewickelt - der Händler erhält den Betrag sofort von Klarna. Darüber hinaus werden nach Angaben von Siemiatkowski derzeit weitere Lösungen abseits der SMS-Variante getestet, etwa unter Verwendung von NFC oder speziellen Apps.

Start der Offline-Zahlungen mit Klarna noch in diesem Monat

Der Start des Offline-Service von Klarna soll noch diesen Monat erfolgen. Klarna übernimmt bei Zahlungen sowohl online als auch offline das gesamte Zahlungsausfallrisiko. Die Rechnung wird also zunächst von Klarna beglichen. Anschließend treibt Klarna das Geld vom Kunden ein. Dieser kann entscheiden, ob er sofort zahlen will oder sich für eine Zahlung nach 30 Tagen - gegebenenfalls auch in Raten - entscheidet. Jedoch fällt bei der Zahlung nach 30 Tagen eine Gebühr an. Mit Hilfe von über 200 Variablen führt Klarna eine Bonitätsprüfung des Kunden durch, um das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Wird ein Kunde abgelehnt, muss er seinen Einkauf sofort bezahlen.
Bei den Kosten für die Händler will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben an den Kosten für Online-Zahlungen orientieren. Sie sollen möglichst gering gehalten werden.

 

Quelle:

  • https://www.onlinehaendler-news.de/payment/25402-payment-dienstleister-klarna-service-stationaeren-handel.html