PaylobbyNewsOnline Payment/ Online Bezahlverfahren › Neue Richtlinien für Kreditkartenzahlung

Neue Richtlinien für Kreditkartenzahlung

Der Artikel in Kürze

Mastercard und Visa haben zum 22. April 2017 neue Richtlinien für die Kreditkartenzahlung im E-Commerce herausgegeben.

Seit dem 22. April 2017 gelten Richtlinien, die Mastercard und Visa zum Einsatz von Kreditkarten im Online Shop herausgegeben hat. Auf der Check-out-Seite eines Shops sollen dementsprechend folgende Punkte aufgeführt werden:

  • Herkunftsland des Händlers
  • Anschrift und Kontaktdaten
  • Kontaktinformationen zum Kundenservice (E-Mail-Adresse und Telefonnummer), Liefer- und Rückgabebedingungen
  • Beschreibung des Warenkorbinhaltes
  • Hinweis auf die Transaktionswährung
  • Wird ein Onlineshop in mehreren Ländern betrieben, muss der Übergang auf den Onlineshop des anderen Landes für den Kunden klar gekennzeichnet und ersichtlich sein
  • Darstellung der jeweiligen Kreditkartenlogos in Farbe
  • Regeln des Online-Händlers für den Versand von Waren in gesplitteten Lieferungen
  • Hinweis auf mögliche Ausfuhrbeschränkungen
  • Angaben zum Datenschutz und dem Umgang mit Kreditkartendaten

 

Die erweiterte Button-Lösung

Die Button-Lösung wurde per Gesetzesänderung 2012 eingeführt und legt die wesentlichen Vertragsinformationen, die der Händler dem Kunden zukommen lassen muss, fest. 2014 wurde die Button-Lösung noch durch weitere Verbraucherrechterichtlinien ergänzt. Die Kartenorganisationen zeigen sich nun besonders endkundenfreundlich und setzen die Richtlinien noch eine Stufe höher als gesetzlich vorgeschrieben. Wenn über Zahlungsdienstleister, wie zum Beispiel Paypal, mit Mastercard oder Visa gezahlt wird, gelten entsprechend ebenfalls die Check-out-Kriterien.

Die Umsetzung im Shop

Im Gegensatz zu den gesetzlichen Anforderungen haben die Shop-Betreiber bei der grafischen Umsetzung der Informationen freie Hand. Allein die Darstellung der Logos ist von den Kartenanbietern vorgegeben. Bereits 90% der Online-Händler erfüllen aktuell schon die neuen Anforderungen, bei den restlichen 10% mangelt es fast nur an Kleinigkeiten. Die Umsetzung der Anforderungen scheitert manchmal aufgrund der darstellerischen Grenzen der Shopsysteme. Doch die Kartenanbieter sind zuversichtlich, dass sich die Vorgaben in der Zukunft zu einer Art Standard entwickeln, der von allen gängigen Shopsystemen unterstützt wird.

Konsequenzen bei Nichtumsetzung

Da es sich bei den Richtlinien nicht um gesetzliche Vorgaben handelt, kommt die Frage nach Konsequenzen bei Nichtumsetzung auf. Händler können zwar nicht kostenpflichtig abgemahnt werden, doch können durchaus Komplikationen mit den Kartenanbietern auftreten. So zum Beispiel können Kreditkartenorganisationen Bußgelder verhängen.

Finden Sie hier weitere Informationen zum Zahlungsprozess der Kreditkarte.

Quelle:

https://www.onlinehaendler-news.de/recht/rechtsfragen/28881-kreditkarten-neue-richtlinien.html?utm_source=Newsletter&utm_medium=Link&utm_campaign=Daily