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Mexikos 1. FinTech-Gesetz

Das "Gesetz zur Regulierung der Finanztechnologie" ist in Kraft getreten. Es setzt die Standards für lateinamerikanische Länder.

Der Präsident der Nationalen Bank- und Wertpapierkommission, Bernardo González Rosas, berichtete, dass das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Das Gesetz betrifft Crowdfunding-, Online-Zahlungs- und Kryptowährungsunternehmen, bietet jedoch Flexibilität in der Gesetzauslegung. Die Regulierung umfasst darüber hinaus die folgenden Themen: Interinstitutioneller Ausschuss, Technologierisiken und Business Continuity-Pläne, Barlimits, Autokorrekturpläne, Sandbox-Anmeldungen, Zahlungsantragstellerverhalten, Buchführungskriterien, Finanzstatus, Anlagegrenzen und Anlageanwendungen.

Unternehmen, die in den regulatorischen Rahmen eintreten wollen, können dies nun in einem 6 bis 12-monatigen Prozess tun. Bis August wurden die Banken gebeten, die biometrischen Daten ihrer aktuellen Kunden aufzunehmen.

Berichte über die Bekämpfung der Geldwäsche (AML) werden über die neue Finanzermittlungsstelle des mexikanischen Finanzministeriums abgewickelt. Dieses Gesetz stammt aus anderen Ländern und wird von internationalen Gremien wie der Financial Action Task Force (FATF) geleitet.

Das Gesetz wurde ursprünglich von Präsident Enrique Pena Nieto im März 2018 vorgelegt. Es konzentrierte sich weitgehend auf Fragen der Cybersicherheit und des Betrugs. Die Verordnung wird nun in den nächsten 12 Monaten umgesetzt.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.