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MasterCard implementiert Tap-and-Go Standard

In den nächsten 5 Jahren wird MasterCard einen Tap-and-Go-Standard einführen um die Zahlungsmöglichkeiten erhöhen.

Ziel dieser Einführung ist es, Verbrauchern, Händlern und Regierungen weltweit die digitale Technologie der nächsten Generation zur Verfügung zu stellen und ihnen mehr Sicherheit und Komfort zu bieten.

„Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder einfach und sicher seine Karte oder sein Smartphone „anzapfen“ kann – unabhängig davon, ob die Bezahlung im Geschäft stattfindet oder unterwegs", sagt Ajay Bhalla, Chief Security Solutions Officer bei MasterCard. „Der heutige Tag ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Erreichbarkeit, Sicherheit und Schnelligkeit im täglichen Zahlungsverkehr und legt gleichzeitig den Grundstein für zukünftige Innovationen."

Karten- und Terminal-Upgrades werden noch in diesem Jahr in Europa, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Afrika und dem Nahen Osten durchgeführt und somit die Abdeckung der sicheren und kontaktlosen Kartenzahlungstechnologien erhöhen.

In diesen Regionen wird jeder Karteninhaber die Möglichkeit haben, seine Karte oder sein Gerät an das Terminal zu halten um zu bezahlen.

Weltweit nimmt die Nachfrage nach kontaktlosem Bezahlen stetig zu, da 15% aller Einkäufe in Geschäften mit dieser Technologie getätigt werden.
MasterCard hat eine Roadmap für die bevorstehende Implementierung erstellt:

  • Ab Oktober 2018 werden alle neuen Akzeptanzterminals in den Zielregionen mit einem EMV-Chip ausgestattet und kontaktlos freigeschaltet.
  • Ab April 2019 werden alle neuen Karten, die in den Zielregionen ausgegeben werden, mit einem EMV-Chip und kontaktloser Technologie ausgestattet sein.
  • Bis April 2023 werden alle Handelsterminals in den Zielregionen mit einem EMV-Chip ausgestattet und kontaktlos aktiviert sein.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.