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Krim verbannt Visa und MasterCard

Die größte Bank der Republik Krim, die Genbank, hat das Verfahren zur Ersetzung aller Plastikkarten durch das russische Zahlungssystem Mir abgeschlossen.

"Am 14. August ist der Prozess der Ablösung von Visa- und MasterCard-Plastikkarten zugunsten des Mir-Zahlungssystems abgeschlossen. Visa und MasterCard Plastikkarten von Genbank, die nicht ersetzt wurden, werden seit dem 14. August nicht mehr bedient", sagte die Krimbank.

Visa- und MasterCard-Karten ausländischer Banken werden weiterhin von Genbank-Automaten akzeptiert. Es war das einzige Finanzinstitut auf der Krim, das die Karten ausländischer Betreiber herausgab.
Das russische Zahlungssystem Mir wurde von der russischen Zentralbank im Jahr 2015 eingerichtet. Sie wird vor allem von russischen Unternehmen, wie z.B. Aeroflot und Russian Railways, akzeptiert und setzt sich allmählich bei ausländischen Unternehmen mit Aktivitäten auf dem russischen Markt durch.

Nachdem die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten im Jahr 2014 Sanktionen verhängt hatten, ordnete die russische Regierung die Einrichtung eines nationalen Zahlungssystems an, da das Land von den internationalen Zahlungssystemen unabhängig werden sollte.

Im Jahr 2014 kündigten sowohl Visa als auch Mastercard an, sich von der Krim-Halbinsel zurückzuziehen, da die Region nach der Integration der Russischen Föderation zum Ziel westlicher Sanktionen wurde. Die Bankkarten, die die Zahlungssysteme nutzen, blieben jedoch auf der Krim erhalten, lange nachdem Visa und MasterCard gezwungen waren, ihre russischen Aktivitäten auf Server in Russland zu verlagern.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.