PaylobbyNewsTrends › Könnte die Einführung einer eigenen Kryptowährung Venezuelas Wirtschaftskrise beenden?

Könnte die Einführung einer eigenen Kryptowährung Venezuelas Wirtschaftskrise beenden?

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die Einführung einer nationalen virtuellen Währung namens Petro angekündigt, um die Wirtschaftskrise des Landes zu lindern. Venezuela erlebt seit 2012 seine schlimmste Wirtschaftskrise in der Geschichte.

Venezuelas Öl-, Gas-, Gold- und Diamantenreichtum würde verwendet werden, um die Währung zu unterstützen. Der Präsident gab nur wenige Details – weder wie noch wann der Start stattfinden würde.

Oppositionsgesetzgeber verurteilten den Plan, einige beharrten darauf, dass das Projekt der Zustimmung der Nationalversammlung bedarf. Andere äußerten Zweifel daran, dass das Projekt wirklich stattfinden würde.

In einer Fernsehansprache sagte der venezolanische Präsident, die neue virtuelle Währung würde es dem Land ermöglichen, "in Fragen der Währungshoheit voranzukommen, finanzielle Transaktionen durchzuführen und die Finanzblockade zu überwinden".

Der Bolivar ist derzeit einer wuchernden Inflation ausgesetzt. Historisch gesehen war Venezuela stark auf Öl angewiesen, um seine Wirtschaft zu stützen. Etwa 96% der Exporteinnahmen des Landes stammten aus Erdöl. Der sinkende Ölpreisverfall führte dazu, dass das Land in eine wirtschaftliche und politische Krise geriet. Unter Berufung auf die repressive Politik der Regierung haben sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union Sanktionen verhängt.

Wirtschaftswissenschaftler haben vorgeschlagen, dass Venezuela seine geschätzten Schulden von 140 Milliarden US-Dollar an ausländische Gläubiger in Petros zurückzahlt, berichtete die BBC.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.