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Klarna stellt eine neue Consumer -App vor

Mit der Einführung einer neuen Consumer-App steigt das schwedische Unternehmen Klarna in den persönlichen Finanzbereich ein.

Der derzeitige Service von Klarna ermöglicht es Online-Käufern, Artikel zu bestellen, indem sie ihre E-Mail-Adresse und Postleitzahl eingeben. Online-Händler werden sofort von Klarna bezahlt, die dann eine Rechnung an die Kunden sendet. 95% des Umsatzes des Unternehmens stammen aus den nordeuropäischen Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden und der DACH-Region.

"Bei Klarna geht es nicht nur darum, unseren Kunden zuzuhören, sondern ihre Bedürfnisse zu verstehen. Die Kunden suchen Flexibilität, Sicherheit und eine unkomplizierte Zahlungserfahrung. Dies, zusammen mit einem Fokus auf eine bessere Nutzererfahrung, war unser Treiber während des gesamten Entwicklungsprozesses. Wir freuen uns sehr über diesen Launch, aber auch über die zukünftigen Features und Services. Das ist erst der Anfang. Unser oberstes Ziel ist es, die Erwartungen an einen Zahlungsdienstleister zu übertreffen und dadurch die Loyalität von Kunden und Händlern zu stärken", sagt David Fock, Chief Product Officer bei Klarna.

David Fock, Chief Product Officer bei Klarna

Bild: Business Insider Nordic, David Fock, Chief Product Officer bei Klarna.

Die App, die zu einem späteren Zeitpunkt von einer Klarna Bezahlkarte unterstützt wird, ist bereits für die Kernmärkte des Unternehmens in Nord- und Kontinentaleuropa verfügbar. Sie wird im zweiten Quartal in Großbritannien und den USA eingeführt.

Mit Hilfe der Klarna App können Rechnungen mit nur einem Klick beglichen werden.  Wenn die App installiert ist, zeigt sie dem Kunden alle Einkäufe, die er in einem Klarna Partner-Shop getätigt hat  - inklusive offener Rechnungen und bezahlter Rechnungen darunter. Der Kunde erteilt ein Lastschriftmandat und kann dann die offene Rechnung mit einem Klick bezahlen. Die App kann auch verwendet werden, um Retouren zu arrangieren, verschiedene Zahlungszeitpläne über Klarna einzurichten oder eine Checkliste der zu zahlenden Rechnung zu erstellen.

Ein zentrales Merkmal der App ist, dass jeder Kauf von einem Bild begleitet wird, das direkt von den Händlern hochgeladen wird. Zunächst zeigt die App ausschließlich Einkäufe eines Einkäufers an. Das Unternehmen möchte jedoch die gesamte Finanzhistorie eines Verbrauchers hinzufügen, sodass die App für alle E-Commerce-Einkäufe relevant ist.

Laut Klarna wird dieses Feature eingeführt bevor die PSD2-Verordnung ihre volle Wirkung entfaltet, was die Banken dazu zwingen wird, eine solche Transaktionsgeschichte bis zum Sommer 2019 mit Fintech-Unternehmen zu teilen.

Klarna, hat im vergangenen Jahr die europäische Banklizenz erhalten. Sequoia, einem Risikokapitalgeber im Silicon Valley, ist in Klarna investiert.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.