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Israelisches Payment-Start-up Zooz erhält 24 Millionen US-Dollar in vierter Finanzierungsrunde

Zooz, ein aus Israel stammender Payment-Service-Anbieter, ist es gelungen, in seiner letzten Investotionsrunde 24 Millionen US-Dollar einzusammeln. Das Start-up plant nun, in nächster Zeit neue Büros für Sales und Tech Support in Berlin und San Francisco zu eröffnen sowie in Business Intelligence in den Bereichen Payment und Datenoptimierung zu investieren. Darüber hinaus will das Unternehmen, das derzeit 80 Angestellte beschäftigt, 40 neue Mitarbeiter einstellen.

Optimiertes Bezahlsystem für internationale Karten

Ziel von Zooz ist es, seinen Kunden ein Zahlungssystem anzubieten, das auf die Verwendung internationaler Karten optimiert ist. Es soll möglichst vermieden werden, dass manche Karten nicht angenommen werden. Die Expertise des Unternehmens im Bereich der Zahlungsabwicklung ermögliche es, die Chance zu erhöhen, dass eine Karte akzeptiert werde, so Zooz-Co-Founder und CTO Ronen Morecki.

Viel Potential am deutschen Markt

Nicht zufällig liegt der Fokus von Zooz unter anderem auf Deutschland - das Unternehmen erkennt in dem Land ein massives Wachstumspotential und möchte dieses ausschöpfen. ATKearneys Global Retail Index (https://www.atkearney.com) zufolge ist Deutschland der zweitgrößte Online-Markt in Europa nach Großbritannien, verfügt jedoch über ein drei Mal so hohes Wachstumspotential wie der Spitzenreiter. Morecki zufolge glaube man bei Zooz, dass der deutsche eCommerce-Markt sehr fortgeschritten sei und viele europäische Händler am deutschen Markt interessiert seien - da erscheint es nur logisch, dass auch das Payment-Start-up diesem Trend folgen will.

Profitieren von EU-Richtlinie

Zooz profitiert von einer neuen geplanten EU-Richtlinie, der Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD). Diese soll den Bankensektor für neue Unternehmen öffnen, was auch für Payment-Services eine Erleichterung darstellen würde, die ja nicht direkt mit den Banken in Konkurrenz stehen. Denn dank der neuen Richtlinie wird es für Drittanbieter möglich, die bestehende Bank-Infrastruktur zu nutzen, um darauf aufbauend neue Services zu entwickeln. Langfristig soll Payment für alle Kunden weltweit sicherer werden.

Fehlende Standardisierung - die größte Hürde für Mobile und Digital Payment

Bisher ist es vor allem der Mangel an Standardisierung, der das Wachstum im Bereich Mobile und Digital Payment hemmt. Aktuell konkurriert eine Vielzahl an Plattformen, Netzwerken, Service Providern, Point-of-Sale-Technologien und Retail-Strategien auf dem Markt. Dazu gehören unter anderem Apple Pay, Samsung Pay, PayPal, Square, Softcard, Walmart Pay und Venmo. Damit sich Digital Payment im Allgemeinen und Mobile Payment im Speziellen langfristig durchsetzen können, müssen übergreifende Standards entwickelt werden, die sowohl online als auch vor Ort funktionieren, über verschiedene Kanäle hinweg kompatibel sind und dabei größtmögliche Sicherheit gewährleisten.

Quelle:
http://techcrunch.com