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Identität von Bitcoin-Gründer enthüllt

Der mysteriöse Urheber der digitalen Währung Bitcoin war lange Zeit unter dem Pseudonym “Satoshi Nakamoto" in der Branche bekannt. Jetzt hat der australische Geschäftsmann Craig Steven Wright den journalistischen Fahndungen nachgegeben und präsentiert Daten, die sich ausschließlich in Besitz des Erfinders von Bitcoin befinden können.

Wright: „Satoshi ist tot.”

In einem Blogeintrag weist Wright darauf hin, dass das Pseudonym Satoshi Nakamoto der Vergangenheit angehört, dies aber erst der Anfang sei. Wright legte Experten, Journalisten sowie dem derzeitigen Chefentwickler von Bitcoin, Gavin Andresen, digitale Beweise vor und demonstrierte die Anwendung des Krypotgrafieschlüssels, den der wahre Gründer bei der Einführung der ersten Bitcoin-Transaktionen einsetzte.

Zweifel in Internetforen

Bereits in den vergangenen Jahren versuchten zahlreiche Journalisten das Geheimnis um den unbekannten Bitcoin-Gründer zu lüften - scheiterten jedoch. Nun soll der australische Bitcoin-Experte Wright dem Druck der Medien nachgegeben und sich öffentlich geäußert haben.
Einige Experten weltweit zweifeln jedoch die wahre Identität des Gründers nach wie vor an, da die Beweise nicht aussagekräftig genug seien. "Manche Leute werden es glauben, manche nicht. Und um ehrlich zu sein, mir ist es egal", meinte Wright selbst gegenüber der BBC.

Erklärung für Pseudonym

Wright behauptet, die Inspiration für den Namen seines Pseudonyms habe er sich bei einem japanischen Philosophen aus dem 17. Jahrhundert geholt - Tominaga Nakamoto. Warum der Geschäftsmann aus Australien unerkannt bleiben wollte, könnte an seinem Vermögen liegen. Ihm wird eine Million Bitcoins zugerechnet, was einem Wert von etwa 400 Millionen Euro entspräche. Satoshi Nakamoto entwarf vor knapp acht Jahren nicht nur die virtuelle Währung Bitcoin, sondern schrieb auch die erste Version der dahinter stehenden Software.

Wichtige Fragen bleiben offen

Der “Economist”, der bereits am Tag des Outings Zweifel äußerte, fordert Wright dazu auf, mehr Beweise vorzulegen. "Unsere Schlussfolgerung ist, dass Mr. Wright sehr wohl Mr. Nakamoto sein kann - aber auch dass wichtige Fragen bleiben", so die britische Wochenzeitschrift, die Wright dazu aufrief, weitere Informationen für eine unabhängige Auswertung zur Verfügung zu stellen.
Der angebliche Bitcoin-Erschaffer kommunizierte  mit seinen frühen Mitstreitern stets nur elektronisch, bevor er sich nach einigen Jahren gänzlich zurückzog.

Das Online-Zahlungssystem Bitcoin

Weltweit verfügbar und dezentral gesteuert - die Digitalwährung Bitcoin mit dem dazugehörigen Bitcoin-Netzwerk ist am 3. Januar 2009 mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoins entstanden. Die dezentral verwaltete Datenbank ist die Basis des Systems und zeichnet alle Transaktionen der Teilnehmer auf. Der größte Vorteil von Bitcoin ist, dass das System keinen geographischen Beschränkungen unterliegt und ausschließlich auf die Verfügbarkeit einer Internet-Verbindung angewiesen ist. Somit kann dieses Online-Bezahlsystem länderübergreifend eingesetzt werden.

 

Quellen: