Die europäische Kommission hat angekündigt, einen Vorschlag zu erarbeiten, der die Kosten bei länderübergreifenden Zahlungen für Konsumenten reduziert. Grenzüberschreitende Zahlungen könnten günstiger werden

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Grenzüberschreitende Zahlungen könnten günstiger werden

Die europäische Kommission hat angekündigt, einen Vorschlag zu erarbeiten, der die Kosten bei länderübergreifenden Zahlungen für Konsumenten reduziert.


Wenn der Vorschlag angenommen wird, kann dies einen großen Einfluss auf Zahlungen zwischen Euro und Nicht-Euro Ländern haben, als auch auf Zahlungen, die zwischen EU-Ländern und Ländern außerhalb des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) stattfinden. Die aktuell existierende Regelung für grenzüberschreitende Zahlungen würde ausgeweitet werden auf alle Zahlungen, die in Euro getätigt werden.


Damit könnten für Cross-Border Zahlungen und inländische Zahlungen dieselben Kosten anfallen und sich Transaktionskosten auf wenige Euros oder Cents reduzieren. Aktuell belaufen sich die Kosten für Cross-Border Zahlungen für Konsumenten auf mehrere Milliarden Euro jährlich. In einigen Nicht-Euro Staaten kostet eine einfache Überweisung von 10 Euros bis zu 24 Euro.
Der Vorschlag sieht auch eine erhöhte Transparenz und Wettbewerb bei Dienstleistungen zur Währungsumrechnung für EU Bürger vor.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.