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Fast 1 Million Benutzer testen WhatsApp-Zahlungsservice

Die im vergangenen August angekündigte neue Peer-to-Peer (P2P)-Zahlungsfunktion wird derzeit in Indien getestet. Laut WhatsApp testen fast eine Million indische Nutzer ihre Zahlungsdienste.

In Zusammenarbeit mit der indischen Regierung, der National Payments Corporation of India (NPCI) und mehreren Banken arbeitet WhatsApp daran, die Zahl der Nutzer zu erhöhen.

Seit Februar testet WhatsApp seine neue Funktion. Während ein offizieller Starttermin noch nicht bekannt gegeben wurde, könnte er laut Branchenbeobachtern unmittelbar bevorstehen.

WhatsApp-Zahlungsservice im Settings und Chat.

Bild: Livemint, Februar 2018

WhatsApp hatte von der NPCI die Erlaubnis erhalten, mit Banken zusammenzuarbeiten, um Finanztransaktionen über das Unified Payments Interface (UPI) zu ermöglichen. UPI ist eine Zahlungsschnittstelle, die es Benutzern ermöglicht, Geld über eine App zu überweisen, indem sie einen einfachen 4-6-stelligen Pin eingeben, ohne jegliche Bankverbindung teilen zu müssen.

Im April hat die Reserve Bank of India alle Betreiber von Zahlungssystemen beauftragt, dafür zu sorgen, dass Daten über Zahlungen lokal, d.h. nur in Indien, gespeichert werden. Sensible Daten, z.B. die letzten sechs Ziffern einer Debitkartennummer und UPI-PIN, werden nicht gespeichert. Neben der wachsenden Sicherheit von Verbraucherdaten hat ein Sprecher angegeben, dass die Funktion die Infrastruktur der Muttergesellschaft nutzt: "Facebook verarbeitet UPI-Transaktionsdaten als Service Provider für WhatsApp und verwendet WhatsApp-Zahlungsverkehrsdaten nicht für kommerzielle Zwecke".

Das neue Feature ist eine direkte Bedrohung für kleinere E-Wallets-Betreiber. E-Wallets und UPI dienen den gleichen Zwecken. UPI erleichtert jedoch den Bezahlvorgang, indem es den Zwischenschritt des Aufladens von Geld auf eine digitale Geldbörse eliminiert. Die Einführung von UPI durch die indische Regierung stellt eine Bedrohung für kleinere Unternehmen dar und hilft daher größeren Unternehmen, wie z.B. WhatsApp. Ein weiterer Vorteil für das Unternehmen ist die ohnehin schon große Nutzerbasis, die sich mit der neuen Zahlungsfunktion leicht in sein System einbinden lässt.

Angesichts der zunehmenden Präsenz von Unternehmen in der Messaging-App ist es nicht verwunderlich, dass sich das neue Feature von Peer-to-Peer auf Business-to-Consumer (B2C) ausdehnt. Das aktuelle Transaktionslimit von Rs1 lakh (1.470 USD) deutet darauf hin, dass eine solche Ausweitung geplant war.

Einzahlungen im Online-Casino mit Paypal

Es gibt gute Nachrichten für die Glücksspiel-Freunde in Deutschland: In immer mehr Online-Casinos steht Paypal wieder für Einzahlungen zur Verfügung. Über mehrere Jahre konnten die Besucher der Online-Casinos diesen Service in Deutschland nicht nutzen.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.