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Eine einheitliche digitale Identitätsplattform für Schweizer Konsumenten

Neun große Unternehmen arbeiten Hand in Hand, um Schweizer Konsumenten eine einheitliche digitale Identität für Online-Transaktionen zu ermöglichen.

UBS, Credit Suisse, Swisscom, die Schweizerische Post, der Börsenbetreiber SIX, Raiffeisen, die Schweizerischen Bundesbahnen, die Zürcher Kantonalbank und die Mobiliarversicherung planen für 2018 die Gründung eines Joint Ventures. Die Plattform ermöglicht Nutzern, ähnlich wie in Schweden, Norwegen und Dänemark, ein einziges Login-Profil zu verwenden, um in Geschäften zu bestellen, Zugtickets zu kaufen oder Bankgeschäfte zu tätigen.

In der Pressemitteilung heißt es: "Eine "SwissID" ermöglicht es Schweizerinnen und Schweizern, sicher durch eine zunehmend digitale Welt zu navigieren und Online-Dienste einfacher zu nutzen. Datenschutz hat höchste Priorität: Die Kontrolle über die Art der Datenverwendung liegt immer beim Nutzer und der Datenschutz ist jederzeit gewährleistet."

Die Regierung der Schweiz wird an dem Projekt mitarbeiten, indem sie die Identität der Kunden bestätigt. Eine neue Gesetzgebung, die bis Mitte 2018 eingeführt werden soll, wird das neue digitale ID-System erleichtern.

Der Kundenstamm der Partner umfasst zusammen drei Viertel der Schweizer Bevölkerung. Mehrere Millionen Schweizer Franken sollen in das Projekt investiert werden.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.