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Die Fintech-Firma Curve startet für Kunden in Großbritannien

Die in London ansässige Fintech-Firma Curve betreibt eine Plattform, die es den Nutzern ermöglicht, alle ihre Karten mit einer einzigen Karte und App zu verbinden. Der Service, der bisher in der Beta-Phase für Geschäftskunden zur Verfügung stand, zielt darauf ab, das Ausgabenmanagement zu vereinfachen.

Während der Beta-Phase haben sich rund 100.000 Nutzer für den Dienst angemeldet, die über 100 Millionen Pfund in über 100 Ländern ausgeben. Mehr als 50 000 Kunden wurden am 17. Januar auf die Warteliste gesetzt, die auf den Start warten.

"Die meisten Menschen wollen die Vorteile der Nutzung mehrerer Banken, Karten und Dienstleistungen, damit sie das Beste aus ihrem Geld machen können", sagt Shachar Bialick, Gründer und CEO von Curve. „Aber es ist nicht einfach, alles zu managen und die Ausgaben im Griff zu behalten. Jetzt muss man nur noch die Curve App herunterladen und hat anschließend eine Karte für alle Ausgaben und einer App, die dabei hilft, auf Kurs zu bleiben. Es ist, als hätte man eine Missionskontrolle für Geld in der Tasche."

Das Verfahren ist ganz einfach. Verbraucher erstellen einen kostenlosen oder Premium-Account, bevor sie ihre Debit- und Kreditkarten der App hinzufügen, indem sie Fotos von ihnen machen. Von dort aus kann der Benutzer über die App auswählen, von welcher Karte er die Curve MasterCard ausgeben möchte. Die Ausgaben aller Karten werden in einer einzigen Ansicht erfasst und konsolidiert. Weitere Features sind: Die Curve-Karte über die App zu sperren, Sofortbenachrichtigungen, günstigere FX-Gebühren und die "Go Back in Time"-Funktion. Wie der Name schon sagt, ermöglicht dieses Feature den nachträglichen Wechsel der Zahlungsquellen bis zu zwei Wochen nach der ursprünglichen Transaktion.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.