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EBA veröffentlicht Leitlinie für Sicherheitsmaßnahmen für PSPs

Die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) hat ihre endgültigen Leitlinien zu Sicherheitsmaßnahmen für operationelle Risiken und Sicherheitsrisiken von Zahlungsdiensten im Rahmen von PSD2 vorgestellt.

Mit diesen Richtlinien soll sichergestellt werden, dass Zahlungsdienstleister (Payment Service Provider, PSPs) geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um operationelle Risiken und Sicherheitsrisiken zu minimieren. Zu den Leitlinien gehören die Schaffung eines wirksamen Risikomanagement-Rahmens, die Erkennung, Verhinderung und Überwachung potenzieller Sicherheitsverletzungen und -bedrohungen, Risikobewertungsverfahren, systematische Tests und die Sensibilisierung der Benutzer für Sicherheitsrisiken und risikomindernde Maßnahmen.

Nach einer dreimonatigen Konsultationsphase bieten die endgültigen Leitlinien weitere Klarheit und Detailgenauigkeit in Bezug auf einige Begriffe und Aspekte, die sie in ihrem Entwurf vorgeschlagen hatten. Insbesondere wird geklärt was Verhältnismäßigkeit bedeutet und warum das EBA die Zertifizierungsprozesse von Sicherheitsmaßnahmen nicht regelt.

Die von der Europäischen Kommission verwaltete Zahlungsdienstrichtlinie (Payment Services Directive, PSD) dient der Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Diese EU-Richtlinie zielt darauf ab, die Sicherheit von Online-Zahlungsdiensten zu verbessern, die Online-Zahlungslandschaft für neue innovative Lösungen zu öffnen und Online-Betrug zu minimieren. Die revidierte Fassung (PSD2) trat im Januar 2016 in Kraft, ein Jahr vor dem Inkrafttreten der Regeln.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.