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EBA veröffentlicht Leitlinie für Sicherheitsmaßnahmen für PSPs

Die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) hat ihre endgültigen Leitlinien zu Sicherheitsmaßnahmen für operationelle Risiken und Sicherheitsrisiken von Zahlungsdiensten im Rahmen von PSD2 vorgestellt.

Mit diesen Richtlinien soll sichergestellt werden, dass Zahlungsdienstleister (Payment Service Provider, PSPs) geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um operationelle Risiken und Sicherheitsrisiken zu minimieren. Zu den Leitlinien gehören die Schaffung eines wirksamen Risikomanagement-Rahmens, die Erkennung, Verhinderung und Überwachung potenzieller Sicherheitsverletzungen und -bedrohungen, Risikobewertungsverfahren, systematische Tests und die Sensibilisierung der Benutzer für Sicherheitsrisiken und risikomindernde Maßnahmen.

Nach einer dreimonatigen Konsultationsphase bieten die endgültigen Leitlinien weitere Klarheit und Detailgenauigkeit in Bezug auf einige Begriffe und Aspekte, die sie in ihrem Entwurf vorgeschlagen hatten. Insbesondere wird geklärt was Verhältnismäßigkeit bedeutet und warum das EBA die Zertifizierungsprozesse von Sicherheitsmaßnahmen nicht regelt.

Die von der Europäischen Kommission verwaltete Zahlungsdienstrichtlinie (Payment Services Directive, PSD) dient der Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Diese EU-Richtlinie zielt darauf ab, die Sicherheit von Online-Zahlungsdiensten zu verbessern, die Online-Zahlungslandschaft für neue innovative Lösungen zu öffnen und Online-Betrug zu minimieren. Die revidierte Fassung (PSD2) trat im Januar 2016 in Kraft, ein Jahr vor dem Inkrafttreten der Regeln.