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Der vollautomatische Lebensmittelladen Amazon Go wird veröffentlicht

Am Montag, dem 22. Januar, hat Amazon sein automatisiertes und kassenfreies Lebensmittelgeschäft zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Der erste automatisierte Lebensmittelladen liegt beim Hauptsitz des Unternehmens in Seattle, USA.

Amazon Go hat es geschafft, Online- und Offline-Shopping nahtlos miteinander zu verbinden. Der Käufer muss nun nur einmal, beim Betreten des Ladens, in seine Tasche greifen und seine Amazon Go Smartphone App scannen.

Amazon's neue Just Walk Out Technologie erleichtert den virtuellen Einkaufswagen und die Kasse. Kundenidentifikationskameras und Gewichtssensoren überwachen das gesamte Einkaufserlebnis. Produkte, die aus dem Regal genommen oder wieder in das Regal gestellt werden, werden erkannt. Die Fähigkeit der Kameras, die Kunden zu identifizieren, vereinfacht den virtuellen Warenkorb und die Kasse. Kunden werden beim Verlassen des Geschäfts mit ihrer registrierten Kreditkarte belastet.

“Diese Technologie existierte nicht", sagte Gianna Puerini, Vizepräsidentin von Amazon Go gegenüber Reuters, als sie durch den Laden in Seattle ging. "Es hat den Stand der Technik der Computer Vision und des maschinellen Lernens wirklich vorangebracht."

Amazon Go wurde am 1. Dezember 2016 in einer Testphase für Amazon-Mitarbeiter vorgestellt. Es wurde zunächst davon ausgegangen, dass der Markt Anfang 2017 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die Realisierung dieses Projektes stand jedoch vor regulatorischen und technischen Herausforderungen. Reuters berichtete, dass die Kameras in der Testphase Schwierigkeiten hatten, Käufer mit ähnlichen Körpertypen zu unterscheiden.

Amazon hat bisher keine Pläne bekannt gegeben, in Zukunft weitere Geschäfte zu eröffnen oder die Technologie in den Whole Foods Market zu integrieren, den sie letztes Jahr erworben haben.

Bilder: Amazon.com

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.