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Country Insights: Cross-Border Geschäfte mit Frankreich

Der Artikel in Kürze

Die Kundenzufriedenheit ist das A und O beim Payment-Prozess. Deshalb sollten E-Commercer vor allem bei Cross-border-Geschäften darauf achten, passende landesübliche Payment-Solutions in ihrem Online-Shop zu integrieren. Wer französische Online-Shopper zufriedenstellen möchte, sollte daher auf Kartenzahlung setzen.

Ist die Kartenzahlung die Payment-Methode der französischen Zukunft?

Die Anzahl der Kartentransaktionen in Frankreich hat im Jahr 2014 die 9,5 Milliarden Marke erreicht und steigt stetig um 5 % pro Jahr. Das heißt, dass knapp die Hälfte der bargeldlosen Payments per Karte vonstatten geht. Somit liegt Frankreich in Sachen Kartenzahlung um 3,8 % über dem EU-Durchschnitt. Da 18 % aller Transaktionen des EU-Raums in Frankreich stattfinden, hat dieses Land das Potential führender Card-Payment-Innovator in ganz Europa werden. Derzeit wird die Bezahlung per Karte für Face-to-face-Payments genauso wie für Internet-Payments von den Franzosen genutzt. Initiativen, die unter die nationale Payment-Strategie fallen, wie etwa die Entwicklung des kontaktlosen Bezahlens für niedrige Beträge, könnte den regen Gebrauch von Karten weiter fördern.

Traditionelle Zahlungsmethode “Scheck” reduzieren

Um den Fortschritt bezüglich innovativer Payment-Methoden vorantreiben zu können, ist es essentiell den Einsatz der in Frankreich beliebten Schecks zu reduzieren. Der Geldtransfer via Schecks hält derzeit einen Anteil von 13 % im Vergleich zu anderen Non-Cash-Payments in Frankreich und macht etwa zwei Drittel der eingesetzten Schecks im gesamtem EU-Raum aus. Die nationale Payment-Strategie, die im Oktober 2015 in Frankreich implementiert wurde, sieht hier die Kreditkarten-Bezahlung als geeignete Alternative und möchte die Karten-Payments im Euro-Raum einfacher und schneller gestalten.        

Scheck, Karten und Co.

Der Prozess der Umstellung hat in Frankreich bereits begonnen. Die Zahl der Scheck-Transaktionen sinkt von Jahr zu Jahr mit einem Prozentsatz von etwa 5. Diese Entwicklung lässt sich auf die Förderung von Kreditkartentransfers und die aktuell am Markt getesteten Person-to-Person-Payment-Solutions zurück führen. Der Anstieg der Kreditkartennutzung reflektiert den Wechsel zu digitalen Bezahlmethoden, der in der EU stattfindet, denn bereits 26,2 % der gesamten Non-Cash-Payments werden per Kreditkarte getätigt.

Cross-border Payments in Europa fördern

Nicht nur die Anforderungen europäischer Kunden stehen vor einem Wandel, auch das Bezahlverhalten scheint sich zu ändern. Auch deshalb muss sich Frankreich dem Wechsel zu digitalen Methoden stellen und wird dahingehend in den nächsten Jahren Änderungen forcieren. Die Implementierung des Projekts “Single Euro Payments Area (SEPA) Instant Credit Transfer (SCT Inst)” in allen EU-Ländern kann der Payment-Branche dabei helfen, wettbewerbsfähig auf dem Markt aufzutreten und Payment-Systeme zu erweitern und zu verbessern. Neue Ideen können so zustande kommen und die Innovation wird langfristig gefördert.

 

Quelle:

  • Ecommerce Payment Methods Report 2016, The PAYPERS