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Bezahlen der Zukunft im öffentlichen Verkehr

Über 650 Milliarden Euro werden jährlich für Fahrkarten im öffentlichen Verkehr ausgegeben. Meistens nutzen die Kunden bei der Bezahlung der Fahrkarten immer noch Münzen und Geldscheine oder sogenannte Smartcards wie Geldkarten. Diese Karten werden mit einem Guthaben aufgeladen und ermöglichen eine bargeldlose Zahlung von kleinen Geldbeträgen ohne Benutzeridentifizierung.


Die Barzahlung ist jedoch umständlich und kostet den Reisenden viel Zeit am Fahrkartenautomaten. Auch die Verkehrsunternehmen haben mit Barzahlungen höhere operative Kosten. Daher wird bereits bei vielen Unternehmen an der Optimierung der Bezahlprozesse gearbeitet.


Visa hat nun ein Programm, das Transportation Center of Excellence, gestartet, das Reisenden das Bezahlen einfacher machen soll. Hierfür arbeitet das Unternehmen mit Fluggesellschaften, Fahrzeugherstellern, Mietwagenfirmen, Parkplatzbetreibern und Verkehrsunternehmen zusammen. Zukünftig soll es möglich sein, das Bezahlen in Fahrzeuge zu integrieren. So wird die Tankrechnung oder der Snack direkt vom Auto aus bezahlt. Sucht der Fahrer einen Parkplatz, können Systeme helfen, nicht nur die nächste Parklücke zu finden, sondern auch das lästige Bezahlen am Parkautomaten zu automatisieren. Im öffentlichen Nahverkehr oder Flugverkehr werden Lösungen zum kontaktlosen Bezahlen getestet ebenso wie Virtual Reality und biometrische Technologien.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.visaeurope.com.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.