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Bargeldlos Bezahlen im Starbucks

Ein Coffee Shop in der Innenstadt von Seattle akzeptiert nur noch Karten- und Handyzahlungen. Im Coffee-Shop-Geschäft ist Schnelligkeit entscheidend, vor allem an den geschäftigen Vormittagen.

Das Unternehmen hat sich nicht zur Dauer des Tests geäußert, der auf einen einzigen Ort beschränkt ist. Die auserwählten Starbucks Geschäfte befinden sich innerhalb des Russell Investment Centers.

Ziel ist es, die Transaktionszeit zu verkürzen. Die Umstellung auf ein bargeldloses System reduziert das Risiko von Diebstählen, da physische Geldwechsel und Bankdurchläufe entfallen. Der neue bargeldlose Starbucks bietet eine Ausnahme von der bargeldlosen Regelung: Ein Trinkglas neben der Kasse soll deutlich machen, dass Banknoten und Münzen dort noch willkommen sind.

„Der Test wird uns helfen zu verstehen, wie bargeldlose Zahlungsformen unsere Kundenerfahrung beeinflussen können", sagte eine Sprecherin von Starbucks der Seattle Times.

Kürzlich hat das Unternehmen weitere Investitionen in seine App gesteckt, die es den Kunden ermöglicht, im Voraus zu bestellen und zu bezahlen. Vermutlich will das Unternehmen seine Kunden überzeugen, sich die App zu holen. Dies könnte sich groß auszahlen. Einem MarketWatch-Bericht zufolge hatten Starbucks-Kunden ab 2016 1,2 Milliarden US-Dollar auf Starbucks-Karten und die mobile App geladen.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.