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Bank of Russia plant Verwendung der Biometrie-Authentifizierung

Die russische Zentralbank stellte ein System vor, das biometrische Daten von Kunden der Geschäftsbanken sammelt und sie zur Authentifizierung ihrer Transaktionen verwendet.

Seit dem 30. Juni ist das „Unified System of Identification and Authentication” (USIA) an mehr als 400 Standorten in 140 russischen Städten verfügbar. Um diesen Service nutzen zu können, müssen die Bürger eine entsprechend autorisierte Bank aufsuchen und sich einmalig mit ihren biometrischen Gesichts- und Stimmdaten registrieren.

Durch die Implementierung des neuen Systems können Kunden auch remote auf die Finanzdienstleistungen einer Bank zugreifen. Um ein Bankkonto zu eröffnen, einen Kredit zu beantragen oder eine Überweisung bei einer anderen Bank vorzunehmen, authentifiziert sich der Verbraucher zunächst in der USIA und bestätigt seine Daten auf einem Smartphone, Tablet oder Desktop-Computer per Kamera und Mikrofon.

Das duale System beruht auf Gesichts- und Spracherkennungstechnologien. Betrugsabwehr Mechanismen verweigern die Authentifizierung im Falle eines niedrigen Übereinstimmungswertes mit den ursprünglichen biometrischen Daten, die im System gespeichert sind. Die sichere Cloud-Infrastruktur von Rostelecom hostet die digitale Plattform, auf die über einen speziellen Kommunikationskanal zugegriffen werden kann. Zu diesem Zweck wird eine mobile App entwickelt.

Die Liste der Banken, die die USIA nutzen dürfen, wird von der russischen Zentralbank veröffentlicht.

 

Bild: theduran.com

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.