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Azlo plant Einführung kostenloser grenzüberschreitender Zahlungen nach Mexiko

Azlo, eine digitale Bank, die mit der spanischen Bank BBVA kooperiert, plant die Einführung kostenloser grenzüberschreitender Zahlungen. Der Echtzeitservice soll voraussichtlich Ende des Monats auf den Markt kommen.

Das Unternehmen mit Sitz in Francisco möchte ausländische Geschäftsinhaber auf dem mexikanischen Markt ansprechen. "Es kann schwierig sein, ein Unternehmen als Inhaber einer Green-Card zu gründen. Das Team wollte unbedingt dieses Problem beheben", sagte Brian Hamilton, CEO von Azlo. "Das ist ein sehr spezifischer Markt und wir wollen uns darauf konzentrieren."

Azlo bietet Kunden Zugriff auf API-Keys, kostenlose grenzüberschreitende Zahlungen am selben Tag, Zugang zum ACH-Netzwerk, auf die sogenannte „Gig-Economy“ zugeschnittene Kreditlösungen und digitales Onboarding für Nicht-US-Bürger in den USA. Das Angebot von technologischen Lösungen für Probleme, die von Banken oft nicht berücksichtigt werden, bietet gute Aussichten für neue Banken wie Azlo.

Der kostenlose grenzüberschreitende Zahlungsservice am selben Tag ist Teil eines zweistufigen Plans, um Kunden, die kein Bankkonto haben, mehr Möglichkeiten zu bieten. Das Zahlungssystem verwendet etablierte ACH-Optionen (Automated Clearing House), bis RTP-Optionen (Realt-time Payments) verfügbar sind. Neben Mexiko will die Bank bis zum Herbst die kostenlose grenzüberschreitende Zahlung am selben Tag in etwa 20 weiteren Ländern einführen.

Da ACH ein Treasury-Management-Produkt mit einem Geschäftskonto verbunden ist, "müssen Kunden wahrscheinlich 10 US Dollar pro Monat und 50 Cent pro Transaktion dafür bezahlen" sagte Hamilton.

Momentan zielen die Dienstleistungen von Azlo darauf ab, Kleinunternehmern und Mitarbeitern in der Baubranche den Zugang zum ACH-Zahlungsnetz zu ermöglichen, das traditionell von Banken monopolisiert wird. Das Unternehmen bietet kleinen und mittleren Unternehmen sowie Bankangestellten Bankdienstleistungen an, darunter nationale und internationale Zahlungen, Rechnungszahlung, mobile Scheckeinreichung und digitale Rechnungsstellung.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.