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Auf dem Weg zu einer einheitlichen EU Krypto-Verordnung?

Bruegel, ein belgisches Wirtschaftsforschungsinstitut, schlägt vor, die Kryptowährung und die ICO-Regulierung innerhalb der Europäischen Union zu standardisieren.

Das Institut legte seinen Bericht im September 2018 dem Wirtschafts- und Finanzrat (Ecofin) in Wien vor, als die Wirtschafts- und Finanzminister im Rat die Chancen und Risiken der Kryptowährung sowie die Möglichkeit einer Regulierung diskutierten.

In diesem Bericht erwähnte Bruegel auch die Komplexität der Regulierung der Kryptowährung aufgrund ihrer dezentralisierten Natur. Das Institut schlug daher vor, die Organisationen wie z. B. Krypto-Plattformen und Krypto-Mining-Betreiber zu regulieren. Auch China habe kürzlich neue Vorschriften für Krypto-Mining-Betreiber eingeführt.

Eine umfassende EU Krypto-Verordnung wird von den EU-Behörden jedoch aufgrund ihrer geringen Auswirkungen auf die EU-Wirtschaft derzeit als unnötig erachtet. Da der Krypto-Handel in der Europäischen Union einen geringen Wert hat, wird er nicht als Risiko für die finanzielle Stabilität wahrgenommen. Dennoch erkennen die Minister das hohe Potenzial der Kryptowährung für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und Betrug.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.