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Apple Pay startet in Brasilien in Kooperation mit Itaú

Seit Mittwoch, dem 4. April, ist Apple Pay in Brasilien verfügbar. Somit ist Brasilien das erste Land in Lateinamerika und das einundzwanzigste Land weltweit, in dem die Bezahlmethode Apple Pay verfügbar ist. In den ersten 90 Tagen ist Apple Pay ausschließlich für Kunden der Itaú-Bank nutzbar. Itaú informierte seine Kreditkartenkunden gestern durch eine E-Mail, dass ihre Kreditkarte (Visa- oder Mastercard) mit der Zahlungsmethode Apple Pay nutzbar ist. Dazu müssen Kunden ihre Kreditkarte dem Apple Wallet via Scan hinzufügen und sich registrieren. Laut Itaú-CEO Marcelo Kopel besitzen 1,2 Milliionen Kunden die Voraussetzungen zur Nutzung des Dienstes. Kopel sieht ein hohes Potential in Apple Pay.

Apple Pay Brasilien im Kooperation mit Itaú

Bild: Apple

Zur Nutzung von Apple Pay benötigt man mindestens ein iPhone 6, ein iPhone SE oder neuere Geräte. Apple Pay ermöglicht kontaktlose Zahlungen und Transaktionen an Kassenterminals und mobilen Terminals durch die Nutzung von NFC-Technologie. Die Authentifizierung erfolgt via Fingerabdruck (Touch ID) oder Gesichtserkennung (Face ID).

Nach Samsung Pay (2016) und Google Pay (November 2017) ist Apple Pay relativ spät in den brasilianischen Markt eingestiegen. Dabei unterstützt Samsung Pay bereits weitere Banken und neben NFC- auch die MST-Technologie und somit mehr Terminals. Es wird spannend, wie sich die drei großen Anbieter im brasilianischen Payment-Markt behaupten werden.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.