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Amazon Stores kommen nach Deutschland

Der E-Commerce-Riese Amazon plant in Deutschland Läden zu eröffnen. Ähnliche Geschäfte sind bereits in den USA in Betrieb.

Ralf Kleber, VP Deutschland bei Amazon.com, sagte der Morgenpost: "Kunden lieben Vielfalt im Internet und im traditionellen Einzelhandel. Diese Branche macht immer noch 90 bis 95 Prozent des Umsatzes in Deutschland aus und wir werden nie vergessen, was der Kunde will".

Die Filialen können auch als zentraler Zustellknotenpunkt in städtischen Gebieten dienen, in Partnerschaft mit Zustelldiensten wie DHL oder Hermes. Die Gesellschaft hat jedoch nicht die Absicht, anstelle einer kostenlosen Abholung eine Sondergebühr für das Eigenheim einzuführen. Kleber sagte: ".... wir nennen uns die Erfinder der freien Schifffahrt. Amazon Prime gibt es nun schon seit zehn Jahren und unsere Kunden mögen es."

Amazon hat bereits mit „physischen“ Geschäften in den Vereinigten Staaten experimentiert. Buchhandlungen, Campusbuchhandlungen und automatisierte Convenience Stores wurden eröffnet. Die Übernahme der Supermarktkette Whole Foods im vergangenen Sommer erfolgte für über 12 Milliarden Euro und deutet auf eine weitere Entwicklung in diesem Bereich hin.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.