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Alipay’s Expansion durch Luxusmarken angekurbelt

Alipay, die online Mobile-Payment-Plattform des e-Commerce Giganten Alibaba, hat seine chinesischen Kunden mit seiner Schlichtheit und Einfachheit verführt. Einer chinesischen Studie zufolge, liegt der Mobile-Payment-Markt dieses Jahr bei einem Wert von 2,24 Billionen US Dollar. Die App hat aktuell überwältigende 400 Millionen Nutzer, von denen ein viertel täglich aktiv sind. Alipay beherrscht 70% des chinesischen Mobile-Payment-Markts.

Starbucks

Gegenwärtig wird Alipay in 3200 Shops in Macau, Malaysia und Japan und in 2800 Läden auf dem chinesischen Festland angeboten. WeChat Pay, Quick Pass und Apple Pay, alles angesehene digitale Payment-Methoden, werden ebenfall von Starbucks in China angeboten. Starbucks könnte Alipay’s Chance zur internationalen Expansion sein. Außerdem ist es eindeutig ein strategischer Zug um seine Vormachtstellung gegenüber dem Wettbewerber WeChat Pay zu halten.

Die Café-Kette hat große Ambitionen für China und plant bis 2021 weitere 5000 Filialen zu eröffnen, und verdoppelt damit seine Präsenz in China. Durch das Anbieten bekannter Wallet Lösungen, könnte die Bekanntheit von Starbucks in China enorm ansteigen, da hier die Nutzung von E-Wallet Bezahlmethoden insgesamt höher als in den USA ist. Im ersten Quartal 2016 wurden 29% der Starbucks Transaktionen in China mit dem neu eingeführten WeChat Pay durchgeführt. Aufgrund des höheren Marktanteils wird bei der Einführung von Alipay mit noch höheren Ergebnissen gerechnet.

Swarovski Crystal Worlds

Jedes Jahr reisen mehr als 8 Millionen chinesische Touristen nach Europa, und kaufen im Durchschnitt im Wert von 3000 Euro ein. Für chinesische Kunden ist bei Käufen im Ausland die Markenbekanntheit entscheidend. Zu den begehrtesten Artikeln gehören Kristallschmuck und Uhren. In Zusammenarbeit mit Wirecard, bietet Swarovski Crystal Worlds jetzt die Alipay-Payment-Methode an. Damit etabliert sich Swarovski als attraktive Anlaufstelle für insbesondere junge, online-affine, finanzstarke chinesische Kunden.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.