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Alibaba E-Commerce-Joint-Venture in Russland

Alibaba ist eine strategische Partnerschaft mit russischen E-Commerce-, Social-Media- und Gaming-Plattformen eingegangen. Ziel ist es, eine neue E-Commerce-Plattform mit einem russischen Zahlungssystem zu bilden. Der Deal, der auf dem Eastern Economic Forum (EEF) im russischen Wladiwostok unterzeichnet wurde, umfasst den russischen Staatsfonds Russian Direct Investment Fund (RDIF), den Mobilfunkanbieter MegaFon und das russische Internet-Unternehmen Mail.ru.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, die wichtigsten Internet- und E-Commerce-Plattformen für Verbraucher in Russland zu integrieren und ein Joint Venture für den sozialen Handel in Russland zu gründen. Die Partner wollen den russischen Verbrauchern erweiterte Online-Dienste anbieten und russischen kleinen und mittleren Unternehmen einen besseren Zugang zu lokalen und internationalen Märkten bieten.

Die Idee besteht darin, ein „One-Stop-Ziel“ für Verbraucher zu schaffen, um innerhalb des gleichen Online-Ökosystems zu kommunizieren, Kontakte zu knüpfen, einzukaufen und Spiele zu spielen.
AliExpress Russia, der lokale E-Commerce-Arm des Unternehmens, wird in die Partnerschaft einbezogen. Das chinesische Unternehmen wird die Kontrolle über sein russisches Geschäft aufgeben, um die Partnerschaft zu bilden. Die Partnerschaft ermöglicht es Alibaba, ein größeres Publikum in Russland zu erreichen. Der Präsident der Alibaba Group, Michael Evans, nannte das Joint Venture "einen aufregenden Schritt in der internationalen Expansion von Alibaba".

Nach Abschluss des Geschäfts wird Alibaba Group 48% von AliExpress Russland, MegaFon 24%, Mail.ru 15% und der Russische Direktinvestmentfonds (RDIF) 13% kontrollieren. Die Transaktion wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein.

Das Abkommen wird das Ende 2014 entwickelte russische Zahlungssystem namens Mir nutzen.

 

Picture: Sergei Konkov/TASS

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.