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Adyen plant Börsengang im Juni

Die niederländische Zahlungsplattform Adyen plant, im Juni in den Euronext-Aktienmarkt einzutreten. Das Unternehmen bestätigte die langjährigen Gerüchte über einen möglichen Börsengang.

Reuters berichtet, dass Adyen eine Bewertung zwischen 6 und 9 Milliarden Euro anstrebt. Dies würde es zum größten europäischen Technologie-IPO seit der Notierung von Spotify machen.

CEO und Gründer Pieter van der Does sieht einen Börsengang als einen "eleganten Weg", um einen Preis für diejenigen festzulegen, die kaufen oder verkaufen wollen. Nach Adyen streben die bestehenden Aktionäre einen Verkauf von 15% an.

Adyen CEO und Gründer, Pieter van der Does

Bild: Adyen CEO und Gründer, Pieter van der Does

Es herrscht ein großer Wettbewerb zwischen den Zahlungsdienstleistern, mit Wirecard und Concardis in Deutschland, und internationalen Playern wie Worldpay und Ingenico. "Wir haben den Eindruck, dass wir noch am Anfang einer außergewöhnlichen Reise stehen", sagte Gründer und CEO Pieter van der Does. Adyen strebt ein starkes Wachstum an und konzentriert sich darauf, neue Produkte für Kunden zu entwickeln und Händlern beim Wachstum zu helfen.

Im Jahr 2017 verarbeitete Adyen für seine Partner ein Absatzvolumen von 108 Milliarden Euro, ein Anstieg von 60% gegenüber 2016.

Adyens Omnichannel-Zahlungsplattform wurde 2006 gegründet und bietet eine Vielzahl von Zahlungsmethoden für Online-Shops und stationäre Geschäfte, einschließlich Kreditkarten, Lastschrift, PayPal oder Alipay. Das Unternehmen hat derzeit 750 Mitarbeiter. Zu den neuen Kunden zählen unter anderem eBay, Theory, Valve, Giffgaff, Tinder, Lorna Jane, Groupe L'OCCITANE und ASICS. Microsoft, Samsung, Uber, Facebook, Spotify, LinkedIn, Twitter, Netflix ,Sephora und Tory Burch gehören bereits zum Kundenstamm.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.