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47 Millionen E-Commerce-Kunden in Deutschland

Der Artikel in Kürze

Deutsche E-Commerce-Kunden erstehen zahlreiche Waren und Dienstleistungen im Internet. Kleidung, Sportartikel und Urlaubsreisen stehen ganz oben auf der digitalen Shoppingsliste. Aber auch bisherige Online-Außenseiter wie Lebensmittel sind im Kommen und werden immer häufiger über Online-Portale gekauft.

Internet-Handel boomt

Laut Statistischem Bundesamt werden immer mehr Waren und Dienstleistungen in Deutschland im Internet gekauft. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Online-Shopper um rund 20 Prozent gewachsen. Gab es im Jahr 2010 noch etwa 29 Millionen Online-Käufer, waren es im Jahr 2015 bereits 47 Millionen Kunden, die ihre Waren über das Internet kauften.

Online-Shopping erfolgt über stationäre Rechner

Der Großteil des online erwirtschafteten Umsatzes - 37 Milliarden Euro - geht auf Bestellungen von stationären Rechnern zurück. Per Smartphone, Tablet und Telefon wurde vergangenes Jahr ein Umsatz von 9,7 bzw. 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Kleidung und Sportartikel werden gerne online gekauft

Von der großen Anzahl an Online-Käufern bezog ein Anteil von 64 Prozent in erster Linie Kleidung und Sportartikel. Knapp die Hälfte der digitalen Einkäufe wurde für Möbel, Spielzeug oder Gebrauchsgüter getätigt. Aber auch Bücher, Magazine und Zeitungen (42 Prozent), Eintrittskarten für Events (39 Prozent) sowie Filme und Musik (33 Prozent) stellen einen erheblichen Anteil der online gekauften Waren und Dienstleistungen dar.

Urlaub online buchen

Eine ebenfalls wichtige Branche im E-Commerce ist der Tourismus. 41 Prozent der deutschen E-Commerce-Kunden buchen Urlaubsunterkünfte bevorzugt online. Andere Dienstleistungen für Urlaubsreisen wie Fahrkarten, Mietwagen und Co. werden ebenfalls gerne im Internet gekauft. In Sachen Arzneimittel zeigen sich die deutschen Online-Kunden verhaltener: 28 Prozent bestellten vergangenes Jahr Medikamente übers Internet.

Trend: Onlinekauf von Lebensmitteln

Als Umsatzbringer Nummer Eins gelten im Online-Handel nach wie vor Bekleidung und Elektronikartikel. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) schätzt angesichts eines Zuwachses von 19 Prozent auf rund 736 Millionen Euro auch den Online-Lebensmittelkauf im Kommen. Vor allem in Ballungsräumen würde das Angebot gerne angenommen, so Verbandsgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Goldgräberzeiten im Online-Handel vorbei?

Der Online- und Versandhandel hat im Jahr 2015 kräftig von der Kauflaune der Bundesbürger profitiert. Die Ergebnisse einer Verbraucherbefragung des bevh sind eindeutig: Die Gesamtumsätze mit Waren und Dienstleistungen legten zu, die Zahl der Online-Kunden steigt. Die Zeiten der hohen Wachstumsraten wären nach einer Einschätzung des Verbands allerdings vorbei. Die E-Commerce-Branche werde sich auf ein stabiles moderates Wachstum einstellen müssen. 

 

Quellen:

  • Destatis, Statistisches Bundesamt Deutschland
  • http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Commerce-47-Millionen-Menschen-in-Deutschland-kaufen-ueber-das-Internet-ein-3264847.html
  • http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kauflaune-staerkt-Online-und-Versandhandel-Lebensmittel-legen-zu-3105512.html