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40 Millionen US-Dollar für Number26

Das FinTech-Start-up Number26 hat in der zweiten Finanzierungsrunde 40 Millionen US-Dollar erhalten. Mit dem neuen Kapital möchten die Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf expandieren und einen Teil ins Marketing fließen lassen.

Erfolgreiche Series-B-Finanzierungsrunde

Number26 hat sich bereits als eines der bekanntesten FinTech-Start-up einen Namen in Europa gemacht. Den Kunden wird ein mobiles Girokonto auf Basis von Mastercard sowie von Wirecard angeboten. Bei der MoneyConf in Madrid verkündete der Gründer Valentin Stalf, dass eine große Wachstumsfinanzierung von 40 Millionen US-Dollar ins Haus steht. Die Finanzierungsrunde wird von Milliardär Li Ka-shing - ihm gehört unter anderem der Mobilfunkanbieter Drei - angeführt. Zu den bestehenden Investoren, zu denen Valar Ventures von Peter Thiel, Earlybird Ventures und Redalpine Ventures zählen, haben in dieser Runde weitere Geldgeber investiert. Dazu gehören Battery Ventures, Robert Gentz, David Schneider sowie Rubin Ritter. Im Number26-Beirat sitzt nach wie vor der Speedinvest-Partner Stefan Klestil.

Was hat Number26 mit der Finanzierung vor?

Mit dem Geld will Number26 expandieren, so Stalf in einem Interview mit Gründerszene. In acht europäischen Ländern ist der Girokonto-Anbieter bisher aktiv und dort soll mit gezieltem Marketing der Marktanteil wesentlich erhöht werden. Bisher ist das Unternehmen ohne große Werbekampagnen gewachsen und hat mehrheitlich auf Social-Media-Kanäle gesetzt. Ein Teil der Finanzierungsspritze wird auch in den Ausbau der FinTech-Plattform gehen, denn in naher Zukunft soll es Kunden möglich sein, über Number26 zu investieren, zu sparen und einen Kredit zu beantragen.

Bisher keine Banklizenz

Als großes Ziel von Number26 wird das Wachsen zu einer paneuropäischen Bank genannt. Eine Banklizenz hat das junge Unternehmen allerdings noch nicht. Das Technologie- und Finanzdienstleistungs-Unternehmen Wirecard mit Sitz im bayerischen Aschheim dient bislang dank seiner Banklizenz als Einlagen-Dienstleister. Das Geld der Number26-User liegt somit auf einem deutschen Konto mit deutscher Einlagensicherung.

Start-up als Bank-Plattform

Die Idee hinter Number26 ist, eine Bank-Plattform anbieten zu können, an der andere FinTech-Dienste andocken können. Die Vermittlungsgebühren hierfür stellen in weiterer Folge das Einkommen von Number26 dar. Eine Partnerschaft mit dem britischen Start-up TransferWise konnte bereit geschlossen werden. TransferWise bietet günstige Auslandsüberweisungen an und wird von privaten Investoren mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet.

Knapp 200.000 Nutzer in acht Ländern

Laut Aussagen des Unternehmens, das Anfang 2015 gegründet wurde, nutzen etwa 200.000 User in acht europäischen Ländern - darunter auch Deutschland - die Dienste von Number26. Über die Aktivität der Girokonto-Nutzer wird keine Angabe gemacht, wahrscheinlich ist, dass Number26 bei vielen als Zweitkonto zur Anwendung kommt. Vor wenigen Wochen wurde das Start-up stark kritisiert, da etwa 500 Konto-Nutzer ohne Angaben von Gründen eine Kündigung erhalten haben. In einer Presseaussendung erklärte man später, dass es um jene Kunden ging, die das Konto außer zu sehr häufigen Bargeldabhebungen kaum genutzt haben.

 

 

Quellen:

  • https://www.trendingtopics.at/number26-das-fintech-start-up-zweier-oesterreicher-sahnt-40-millionen-us-dollar-investment-ab/
  • http://www.gruenderszene.de/allgemein/valentin-stalf-interview-serie-b
  • https://number26.eu/