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24,7 Millionen NFC-fähige Terminals weltweit verkauft

Der Markt für NFC-fähige (near-field communication) POS-Terminals erreichte laut einem Bericht von Berg Insight im Jahr 2017 weltweit geschätzte 24,7 Millionen Geräte.

"Der mPOS-Terminal-Markt wächst schneller als das traditionelle POS-Terminalsegment, und heute sind mehr als 70 Anbieter auf dem globalen Markt aktiv", sagte Johan Fagerberg, Principal Analyst bei Berg Insight.

90 Prozent der verkauften POS-Terminals in Europa sind NFC-fähig, in Nordamerika 88 Prozent. Die NFC-Technologie ist auch in anderen wichtigen Märkten wie Brasilien, China und der Türkei beliebt. Weltweit verfügten fast drei von fünf POS-Terminals, die 2017 ausgeliefert wurden, über NFC.

Berg Insights geht davon aus, dass die Zahl installierter NFC-POS-Terminals weltweit von 54,5 Millionen Einheiten im Jahr 2017 auf 112,3 Millionen im Jahr 2022 wachsen wird. Das ist eine jährliche Wachstumsrate von 15,6 Prozent. Bis 2022 werden 78 Prozent aller weltweit verfügbaren POS-Terminals NFC-fähig sein. Zum Vergleich: Die installierten POS-Terminals erreichten fast 109 Millionen Geräte im Jahr 2017.

Während die Anzahl installierter NFC-fähiger POS-Terminals gewachsen ist, wurde die NFC- Technologie in vielen Fällen noch nicht aktiviert. Berg Insight schätzt jedoch, dass Ende 2017 rund 30 Millionen POS-Terminals kontaktlose Zahlungen mit Visa payWave, Mastercard PayPass oder UnionPay Quickpass akzeptiert haben.

"Das Wachstum wird getrieben durch den Anstieg der mPOS-Terminals von 18,3 Millionen Einheiten im Jahr 2017 auf 40,7 Millionen Einheiten im Jahr 2022 sowie durch einen Anstieg der sogenannten ‚Attach-Rate‘ (Anteil verkaufter Begleitprodukte) von 53 Prozent auf 85 Prozent", schließt Fagerberg.

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.