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Kanada - Kreditkarten beliebt

Bezahlmethoden in Kanada

Kanada weist trotz einer hohen Internetverbreitungsrate einen relativ kleinen Markt für E-Commerce auf. Dieser soll in den nächsten vier Jahren jedoch mit durchschnittlich 10% pro Jahr wachsen. Noch stärker wächst der M-Commerce Markt. Hier wird fast mit einer Verdreifachung im selben Zeitraum gerechnet.

Visa und MasterCard als Hauptzahlungsarten

Der Großteil der Transaktionen - 64% - erfolgt in Kanada über Kreditkarten. Diese werden in Großstädten als auch in ländlichen Regionen genutzt und stoßen auf eine hohe Akzeptanz. Visa und Mastercard sind am beliebtesten. Daneben erfolgen Transaktionen über E-Wallets und Debitkarten. In den nächsten Jahren wird mit einem Rückgang der Kreditkartenzahlungen zugunsten von alternativen Bezahlmethoden wie Banküberweisung und E-Wallets gerechnet.

Kreditkartenabwicklung in Kanada

Es gibt einige Zahlungs-Gateways, die Kreditkartenzahlungen in Kanada verarbeiten. Hier sind einige Beispiele:

Helcim mit Sitz in Calgary bietet kanadischen und amerikanischen Unternehmen eine All-in-One-Plattform für Händler. Die angebotenen Dienstleistungen umfassen insbesondere Fakturierung, wiederkehrende Zahlungen, Point-of-Sale- und E-Commerce-Lösungen. Die Abrechnung erfolgt mit dem Interchange-Plus-Preismodell.

Moneris Solutions mit Sitz in Toronto wurde von der Royal Bank of Canada und der Bank of Montreal gegründet. Das Unternehmen bietet Point-of-Sale- und Online-Lösungen zur Abwicklung von Debit- und Kreditkartenzahlungen an. Geschenk- und Treueprogramme können ebenfalls mit diesem Anbieter eingerichtet werden.

Square eignet sich gut für kleine Unternehmen und verlangt keine monatlichen Gebühren für Unternehmen, die weniger als 250 000 USD verarbeiten. Ihre winzigen Square Reader-Geräte ermöglichen es Händlern, Zahlungen persönlich entgegenzunehmen. Es ist wichtig zu beachten, dass Square aggregierte Händlerkonten statt dedizierter Händlerkonten anbietet.

Peer-to-Peer-Zahlungs-Apps Kanada

Mobile Payment-Apps werden immer beliebter, um Geld zwischen Einzelpersonen zu senden. In Kanada wurde die Peer-to-Peer-Innovation hauptsächlich von einer Handvoll großer Banken angeführt – ganz im Gegensatz zur weltweiten Diskussion, die von Start-ups geführt wird.

Das pan-nationale Netzwerk Interac wurde 1984 als eine Kooperation zwischen großen kanadischen Finanzinstitutionen gegründet. Interac e-transfer kam relativ früh in den Markt und sicherte sich einen großen Marktanteil, bevor eine Alternative aus dem Nicht-Bank-Sektor Fuss fassen konnte. Der Dienst ist bei den kanadischen Verbraucher beliebt und wird gerne genutzt.

Weitere beliebte Zahlungsmethoden

Instadebit ist eine sichere Online Zahlungsmethode und wird häufig benutzt um Käufe im Online Banking zu bezahlen. Eine weitere sehr sichere Zahlungsmöglichkeit in Kanada ist Interac Online. Kunden können so im Internet Käufe tätigen und zahlen das Geld direkt von ihrem Konto. Es werden keine Finanzinformationen mit dem Händler geteilt, was die Abbuchung sicherer macht. Zudem werden oft Prepaid Karten genutzt.

Import größtenteils aus den USA

Der häufigste Grund für Konsumenten in Kanada im Ausland einzukaufen, sind günstigere Preise und ein besseres Produktangebot. 45% der Käufe werden in ausländischen Shops getätigt. Ein Drittel davon wird in den USA ausgegeben, der Rest in Europa und Asien.

Online Fraud Prevention in Kanada

Genau wie in anderen Ländern, steigt auch in Kanada mit dem Wachstum des E-Commerce das Fraud-Risiko an. Kanada begann bereits 2008 den EMV Chip und PIN einzuführen. Der Schaden durch Betrug lag damals bei 512,2 Millionen US-Dollar. Diese Summe konnte im Jahr 2013 auf 465,1 Millionen US-Dollar gesenkt werden.

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Banküberweisung 9%

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55 Mrd. USD

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E-COMMERCE UMSATZ 2017

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Bevölkerung 36.7 Mio

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Internet Penetration 93%

93

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Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.