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Brasilien

Der größte Wirtschaftsraum in Lateinamerika und der am weitesten entwickelte E-Commerce-Markt, Brasilien bietet ein enormes Potenzial für internationale Händler. Während das politische und wirtschaftliche Klima in den vergangenen Jahren eher ungewiss war, boomt der brasilianische Markt.

E-Commerce in Brasilien

Trotz einer niedrigen Internetverbreitung ist Brasilien für 60% der Online-Käufe in Südamerika verantwortlich. Eine hohe Bevölkerungszahl und technologische Veränderungen werden den E-Commerce weiter im zweistelligen Bereich jährlich wachsen lassen. Insbesondere der M-Commerce wird sprunghaft ansteigen in den kommenden Jahren. Die Einführung von erschwinglichen Smartphones hat den unteren Einkommensschichten in Brasilien den Zugang zum Internet erleichtert. Daher sollten Händler ihre Website für den mobilen Einsatz optimieren.

Shopping Gewohnheiten der Konsumenten

Mit einem Durchschnittsalter von 31,6 Jahren ist Brasiliens Bevölkerung relativ jung. Digitale und soziale Medien sind weit verbreitet. Neben den Philippinen sind sie das zweite Land, das die meiste Zeit online verbringt, in Stunden pro Tag pro Kopf.

Kreditkarten und Boleto Bancário dominieren den Markt

Ein Großteil der Transaktionen in Brasilien erfolgt über Karten, 60% über Kreditkarten und 1% über Prepaid Karten. Cross-Border Bezahlungen sind allerdings bei den wenigsten Karten möglich. 15% der Transaktionen erfolgen über PostPay. Boleto Bancário, das sowohl online als auch offline Bezahlungen unterstützt, ist in Brasilien sehr beliebt und wird mit der Entwicklung des M-Commerce weiter an Bedeutung gewinnen.

Weitere beliebte Zahlungsarten in Brasilien sind die sog. „Co-branded Cards“ Diese werden z.B. von Kaufhäusern wie C&A, Renner, Marisa und Pernambucanas oder Lebensmittelgeschäften wie Carrefour und Extra genutzt. Außerdem werden Direct Debit, E-financing, E-Wallets (v.a. PayPal und MercadoPago) und Prepaidkarten verwendet.

Händler, die brasilianische Kunden ansprechen möchten, sollten Ratenzahlungspläne in Erwägung ziehen, da diese von den meisten Verbrauchern bevorzugt werden. Im vergangenen Jahr wurde mehr als die Hälfte der brasilianischen E-Commerce-Umsätze in Raten abgewickelt.

Cross-Border Geschäfte

Der brasilianische E-Commerce Markt gehört zu den größten weltweit. Nach E-Commerce Verkäufen wird Brasilien international auf Platz 10 gerankt. In Lateinamerika belegt Brasilien sogar Platz 1 und wird dies wohl auch noch die nächsten Jahre tun.

Internationale E-Commerce-Händler könnten den brasilianischen Markt als schwierig empfinden. Die größte Herausforderung besteht darin, Zahlungen zu sammeln. Die Verwendung internationaler Acquirer ist problematisch, da 80% der Karten nicht für internationale Transaktionen freigegeben sind. Darüber hinaus unterliegen internationale Transaktionen, zusätzlich zu den normalen Wechselgebühren, einer Finanzsteuer von 6,38%. Auf der anderen Seite ist Einrichtung eines lokalen Firmensitzes eine Herausforderung, da Korruption, ein komplizierter Steuercode, bürokratischer Aufwand und hohe Gebühren beachtet werden müssen.

Hohes Betrugsrisiko

Brasilien hat die höchste Kartenausgabe-Rate in Lateinamerika und das Fraud-Risiko ist sehr hoch. Bekämpft wird dies mit gängigen Methoden wie bsp. dem 3D Secure.

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credit-card

Kreditkarte 60%

60

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PostPay 15%

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eWallet 13%

13

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Banküberweisung 6%

6

credit-card-alt

Debitkarte 2%

2

TOP 5 BEZAHLMETHODEN

desktop

Desktop 68%

68

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Mobil 32%

32

 

28 Mrd. USD

0

E-COMMERCE UMSATZ 2017

users

Bevölkerung: 210 Mio

210

internet-explorer

Internet Penetration: 68%

68

SONSTIGES

Kontaktloses Bezahlen während Corona

Auch die internationalen Strategieberatung Oliver Wyman sieht COVID-19 als Katalysator für bargeldloses Zahlen. So könnte der Umsatz der Barzahlungen im Jahr 2025 bei etwa nur mehr 32 Prozent liegen. Denn die während der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen könnten einen gewissen Umgewöhnungseffekt der Bezahlmethoden mit sich bringen. Schon jetzt sprechen Händler von einem Anstieg von 65 Prozent wenn es um kontaktlose Bezahlung geht.  In den letzten Wochen wurde mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durch­geführt. Dies gab die Deutsche Kredit­wirt­schaft (DK) gegen­über der Deutschen Presse Agentur bekannt. Im Dezember 2019 betrug der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit Girocards nur  35 Prozent.