Gläubiger Identifikationsnummer

Neben der Mandatsreferenz identifiziert die Gläubiger-Identifikationsnummer eindeutig eine automatisierbare, datumsbasierte Einzugsermächtigung. Sie ist, mit anderen Worten, ein obligatorisches Merkmal, um den Gläubiger einer Lastschrift zu identifizieren.


Jedes Unternehmen, das SEPA-Lastschriften als Zahlungsoption einsetzt, muss sich eindeutig ausweisen. Damit ist gewährleistet, dass die Einziehung einer entsprechenden Forderung vom Konto des Schuldners oder Kunden nur dem jeweiligen Gläubiger gestattet ist. Die Gültigkeit für Firmen- oder Lastschriften im SEPA-Lastschriftverfahren ist zeitlich unbegrenzt. Das SEPA-Mandat erlischt jedoch nach drei Jahren der Inaktivität.

Vorteile der Gläubiger-ID

Gläubiger profitieren von einer soliden Position bei Meinungsverschiedenheiten, Rechtsstreitigkeiten und Betrugsversuchen durch Phishing oder Hackerangriffe. Der Kunde wird durch die Möglichkeit, jederzeit auf sein Konto zugreifen zu können, beruhigt. So wird auch das Kundenvertrauen und die Kundenbeziehung gestärkt.

SEPA-Gläubiger-ID

Die Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers wird im Rahmen des SEPA-Lastschriftverfahrens verwendet. Andere Bezeichnungen sind Gläubigeridentifikator (engl. Creditor Identifier, CI) oder eindeutiger Kreditidentifikator (engl. Unique Credit Identifier, UCI).

Die UCI ist eine Zahl, die sich je nach Land aus bis zu 35 Nummern zusammensetzt. Die Identifikationsnummern der Gläubiger beginnen mit dem ISO-Ländercode, der aus 2 Buchstaben besteht, wie z.B. FR für Frankreich oder DE für Deutschland. Die dritte und vierte Stelle sind Prüfziffern, basierend auf der Bankkontonummer (IBAN). Anschließend vervollständigt der „Creditor Business“-Code des Gläubigers die Gläubiger-ID. Sie setzt sich aus den geschäftsbereichs- und länderspezifischen Merkmalen zusammen. Der deutsche Gläubigerausweis besteht aus 18 Nummern und wird, im Gegensatz zu vielen Nachbarländern, von der Deutschen Bundesbank vergeben