Factoring bedeutet den Verkauf von Forderungen. Hat ein Unternehmen offene Forderungen, kann es diese an eine Factoringgesellschaft verkaufen. Die Forderung gehört anschließend dem Factoring-Unternehmen. Dieses Unternehmen macht die Forderung dem Kunden gegenüber geltend.

Was ist Factoring?

Das Factoring setzt sich neben dem Forderungsverkauf aus einer Reihe von weiteren Komponenten zusammen. Essenziell ist z.B. das Delkredere. Der Begriff steht für die Übernahme der Garantie für die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners durch den Factor. Zahlt der Kunde letztendlich gar nicht, liegt das Risiko beim Factoring-Unternehmen. Ein weiterer Bestandteil des Factorings ist die Vorfinanzierung der Forderung. Oft müssen Unternehmen bei einer berechtigten Forderung gegenüber einem Kunden einige Zeit auf die Zahlung warten. Diese Wartezeit fällt bei einem Factoring-Vertrag weg, da der Factor die Forderung an den Kunden vorfinanziert. Üblich sind dabei Raten von 80 bis 90%. Die letzte Komponente ist das Debitorenmanagement. Dazu gehören regelmäßige Bonitätsprüfungen des Kunden, das Mahnwesen, die Debitorenbuchhaltung und Inkasso.

Vorteile des Factorings

Durch die Verwendung von Factorings als Finanzierungsmittel kann die Liquidität erhöht werden. Das Unternehmen hat mehr Geld zur Verfügung und muss nicht lange auf Zahlungen warten. Langfristig verbessert sich dadurch die Bilanz, die Eigenkapitalquote und ggf. auch die Bonität.

Relevante Artikel

Frauen in der Fintech-Branche

Gerade einmal 13 Prozent der Start-up-Gründer sind weiblich. Noch ausgeprägter ist diese Tendenz im Fintech-Sektor: Hier sind es verschwindend geringe vier Prozent der Start-up-Founder, die Frauen sind.