Im Online-Payment bezieht sich der Begriff Disagio meist auf die Bezahlart mit einer Kreditkarte. Es handelt sich um eine Abwicklungsgebühr, die die Partner-Bank des Online-Händlers, der sog. Acquirer, für die Abwicklung der anfallenden Bezahlungen per Kreditkarte erhält.

Grundlage für die Berechnung von Disagio

Die formale Grundlage für die Berechnung von Disagio ist der sog. Kreditkartenakzeptanzvertrag. Dieser Vertrag wird zwischen dem Händler und dem Acquirer abgeschlossen. Der Händler verpflichtet sich darin, die Kreditkarte als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Weiter sind in diesem Vertrag geregelt z.B. die Prüfpflichten des Händlers bei der Entgegennahme von Kreditkartendaten, die Standards, die beim Umgang mit diesen sensiblen Daten zu beachten sind sowie die Höhe des Entgelts (Disagio), das vom Acquirer bei Umsatzauszahlungen auf die Bank des Händlers für seine Dienste einbehalten wird. Der Kreditkartenakzeptanzvertrag regelt auch, ob die Kreditkartenumsätze vom Acquirer täglich, wöchentlich oder monatlich an den Händler ausbezahlt werden. Diese Regelung ist für den Händler mit Blick auf die Steuerung seiner Liquidität von besonderer Bedeutung.